Unser Flug mit der Emirates First Class in der Boeing 777-300ER geht von Tunis nach Dubai und ist mit etwa 5:30 Stunden Flugzeit angesetzt. Es handelt sich hier noch um die bisherige First Class.

Registriernummer: A6-EBJ
Erster Flug: 08.12.2005

Groundservice

Leider konnten wir die Lounge und den Groundservice in Tunis nicht testen. Da wir lediglich umgestiegen sind, reisten wir mit Lufthansa in Tunis an. Dort müssen wir wegen dem Gepäck zwangsläufig ins Land einreisen. Demzufolge gibt es Sicherheitskontrollen und im Handgepäck befanden sich zwei DJI-Drohnen. Drohnen oder besser Multikopter sind in Tunesien nicht erlaubt und müssen beim Zoll zur Verwahrung bis zur Ausreise abgegeben werden.

Emirates First

Da in Tunis frei nach Schnauze entschieden wird, hat der Sicherheitsbeamte das volle Programm durchgezogen. Wenngleich wir freundlich, ruhig und gelassen alles taten was er wollte, kamen wir um die Verwahrung nicht herum. Dieser Vorgang hat 1,5 Stunden in Anspruch genommen. Zuletzt bei einem Officer, der entschied ob wir mit der Drohne Tunesien überhaupt verlassen dürfen oder nicht. Wir waren am chaotischen Check In von Emirates, nicht mehr und nicht weniger. Glücklicherweise winkte der Herr uns durch und wir gingen sofort zum Boarden.

Bild von Felix (https://www.instagram.com/eurospotting/)

Boarding

Bei Emirates in Tunis läuft das Boarding einfach ab: Zwei Menschenschlangen für alle Gäste. Hierdurch kamen besonders schlaue Business Class Gäste auf die Idee sich vorzudrängeln. Dennoch sind wir freundlich und brav, stellten uns an und der Herr aus der C wurde freundlich von uns gebeten sich hinten anzustellen. Schließlich ist das die vermeintliche First Class Schlange. Dies haben wir bei Emirates schon häufiger erlebt, darf man sich nicht wundern. Das Boarden geschieht auch für Emirates First Class Gäste oftmals effizient und nicht nach First, Business oder Economy.

Emirates First Class Kabine Boeing 777-300ER

Die Emirates First Class Suiten sind in einer 1-2-1 Anordnung angelegt. Privatsphäre in den Suiten wird großgeschrieben. Auf Wunsch lässt sich die Wand zum Gang verschließen, jedoch ist es jederzeit aus Sicherheitsgründen möglich von oben hinein zu sehen. In den mittigen Suiten kann die mittlere Trennwand hochgefahren und verriegelt werden. Overhead Compartments gibt es in der Emirates First Class nicht, Handgepäck wird im Fußbereich mit Gurten fest gemacht.

Emirates First Class

Dadurch wirkt die Kabine noch etwas größer. Große Waschräume befinden sich in der Front, jedoch ohne Dusche wie beim A380. Je nach Alter der First Class, werden unterschiedlich große Monitore verbaut. Gleiches gilt für das Pad, mit der Funktionen gesteuert werden. Auf sechs Flügen in der alten First Class waren die großen Monitore deutlich angenehmer. Zudem hatten wir das Gefühl, die Auswahl war größer und man konnte die Systemsprache auf Deutsch einstellen. Im Gegensatz zu älteren Kabinen, dort wird die Sprache des Films individuell eingerichtet.

Emirates First Class

Emirates First Class Sitz

Der Emirates First Class Sitz ist sehr bequem und breit. Zu einem Bett ausgefahren wird er gut zwei Meter lang und mit einer Unterlage sowie weichem Bettzeug bestückt. Entsprechend des hochwertigen Gesamteindrucks setzt sich das Bild fort: Der massive Tisch bedarf schon einer Anstrengung, um diesen aus der Verankerung zu bringen. Übrigens ist es Notwendig, dass der Gast seinen Sitz in eine relativ aufrechte Position bringt.

Emirates First Class

Denn erst dann kommt man an den Entriegelungsknopf heran. Ebenfalls massiv und weiter verstellbar ist der Tisch in der Lufthansa First Class und auch bei Thai Airways. Ferner sollte die Massagefunktion eine Erwähnung finden: Verglichen zu anderen Sitzen ist diese von der Intensität stark ausgeprägt. An das Gold gewöhnt man sich genauso schnell wie an das glänzende Wurzelholz. Glücklicherweise hat Emirates das in der neuen First Class geändert.

Service und Mahlzeiten

Kurzum, der Emirates First Class Service ist auf stabil hohem Level. Professionelles Auftreten der Crew und zwar auf allen sechs Flügen, selbst wenn die Laune nicht die Beste ist. Anders haben wir es bei Golfcarriern auch in der Business Class jedoch noch nicht erlebt. Je häufiger man das Produkt erleben darf, um so geläufiger sind die Abläufe. Immer gleich und geradezu perfekt trainiert.

Emirates First Class

Zum Beispiel direkt nach dem Einsteigen: Mir wird der Sitz gezeigt und gefragt ob ich schon einmal Emirates First Class geflogen bin, danach wird der Sitz erklärt. Das Begrüßungsgetränk kommt und ich werde im Anschluss mit arabischem Kaffee und Datteln umsorgt. Auf jeden Fall sehr angenehm, nach dem dritten Flug weiß ich genau was mich erwartet. Die Crew umsorgt uns auf diesen Flug auf höchstem Level. Getränke und Mahlzeiten werden wie gewohnt serviert, wenn ich es wünsche. Daher ist es auch möglich, zwei Hauptgänge oder ausschließlich Nachtisch zu wählen.

https://youtu.be/hSC9qyp5Tds

Gesetz dem, die Maschine ist ausreichend beladen. Sollte die Suite geschlossen sein, so muss ein Crewmitglied gerufen werden. Denn wenn ich die die Suite schließe, werde ich höchstwahrscheinlich Privatsphäre wünschen. Folglich drängt sich der Wunsch auf, die neue Emirates First Class in der 777 fliegen zu wollen. Komplett geschlossene Suiten mit einer Durchreiche für die Flugbegleiter und Wünsche werden per Videochat durchgegeben.

https://youtu.be/hSC9qyp5Tds

Jegliche Mahlzeiten waren auf hohem Niveau, werden lediglich von der Oman Air Business Class und Qatar Q Suite getoppt. Dennoch bewegen wir uns hier auf sehr hohem Level und nur marginale Unterschiede finden in der Summe Erwähnung.