Mein Flug mit der Lufthansa Economy Class des Airbus A330-300 geht von Frankfurt nach Washington. Die geplante Flugzeit ist für die Langstrecke mit 8:50 Stunden angegeben. Dieser Transatlantikflug ist der Anschlussflug zum Zubringer mit dem Lufthansa A320 aus Hannover.

Registrierungsnummer der Maschine: D-AIKK (Fürth)
Auslieferung: 01.02.2008

Lufthansa A330

Check In

Im Lufthansa Terminal des Flughafen Frankfurt checkt Lufthansa an diesem Morgen auf Z50 ein. Meine Boardkarte hatte ich bereits auf dem Smartphone und das Gepäck von Hannover durchgecheckt. Ob mein Koffer zu meinem Weiterflug in die USA aufgrund meiner verspäteten Ankunft aus Hannover (45 Min. Transfer) auch mit verladen ist, hätte ich irgendwie bei der gesamten Aufregung vergessen zu fragen.

Security

Eine Security und weitere Durchleuchtung von mir und meinem Handgepäck blieb überraschend aus. Ich erinnere mich noch, dass ich zwei Jahre vorher nochmal die gleiche Prozedur wie in Hannover durchlaufen musste. Stattdessen wurde ich zweimal gebeten meinen Pass und meine Boardkarte zu zeigen und gefragt, ob ich ESTA bereits gemacht habe. Eine Kontrolle des Beleges erfolgte aber nicht, es obliegt meiner eigenen Verantwortung. Spätestens bei der Einreise in die USA würde ich es ja merken.

Boarding

Das Boarding begann aufgrund meiner verspäteten Ankunft unmittelbar. Diesmal nicht wie üblich für HONs, Senatoren und Business Class Gäste zuerst, sondern für Kinder und Personen mit Einschränkungen auf der rechten Seite. Dann wurden die Status- und Business Gäste auf der linken Seite geboardet. Da aber keiner es faktisch kontrolliert hat und ich keine Lust hatte zu warten, ging ich mit an Board. Damit ist die Frage geklärt, wenn nicht drauf geschaut wird, klappt der Zugang in Frankfurt auch für die Economy, ganz ohne Status.

Economy Class Kabine des A330-300

Der Airbus A330-300 ist in einer 2-4-2 Konfiguration ausgeführt. Ich saß zunächst am Fenster auf 28 K und hatte mit fast 190 cm relativ viel Platz zum Vordersitz. Durch einen unscheinbaren Sichtschutz war ich 2 Reihen hinter der Premium ECO, irgendwie separat, aber doch wieder mitten dabei. Einziges Manko – man saß neben den Toiletten.

Völlig überraschend kam der verantwortliche Purser Herr M. Stehlig auf mich zu und fragte mich in englischer Sprache, ob ich allein reisen würde. Es wären zu viele Personen am Notausgang, die aufgrund der Bestimmungen noch nicht alt genug sind, dort zu sitzen. Die Frage ob ich tauschen und gerne am Notausgang sitzen wolle, zauberte ein Lächeln auf meine Lippen. Selbstverständlich sagte ich sofort zu und wechselte auf 30 K. Da sitze ich nun für knapp neun Stunden am Notausgang und habe noch mehr Platz als erwartet. Für einen Economy Flug absolut traumhaft, ich könnte mich daran gewöhnen.

Lufthansa Economy

Service und Mahlzeiten

Nachdem wir 20 Minuten verspätete gestartet sind und die Reiseflughöhe erreicht haben, beginnt unmittelbar der Service. Als Starter erhielten wir kleine Brezeln und alle nur denkbaren alkoholischen und nichtalkoholischen Getränke. Kurz darauf bekamen wir ein warmes Tuch, um uns frisch zu machen. Ein Service, der immer weniger Verbreitung in der Eco hat.

Etwa 1,5 Stunden nach dem Start wurde das Mittagessen serviert. Zur Auswahl stand Pasta oder Huhn, die Wahl erfolgt unmittelbar wenn FlugbegleiterInnen mit dem Wagen vorbeifährt. Ich entschied mich für das Huhn. Unabhängig davon, dass ich immer – wie auch da – mit Pfeffer und Salz nachgewürzt habe, war ich zufrieden mit der Küche an Board. Während des Essens lief eine Flugbegleiterin mit Rot- und Weißwein erneut bei uns vorbei und schenkte bei Bedarf nach. Nach dem Essen gab es dann noch eine Getränkerunde inkl. Baileys, Cognac und Cafe sowie Tee.

Während des gesamten Fluges hat Lufthansa weiterhin Getränke bereit gehalten und ich war positiv überrascht über Freundlichkeit und Service an Board. Es bleibt auch in der Economy auf Langstrecke kein Mund trocken, mich hat es ganz besonders gefreut.

Etwa 2 Stunden vor Landung in Washington gab es noch einen kleinen Snack (Pizza oder Hotdog). Ich war froh, dass ich – hoffentlich – durch meine charmante Art noch einen zweiten Hotdog bekam. Der eine war leider etwas für einen hohlen Zahn.

Fazit:

Ich finde Lufthansa hat im Vergleich zu meinem letzten Langstreckenflug mit LH erheblich zugelegt. Das liegt sicherlich auch an der großen Konkurrenz der arabischen Airlines. Aber eins ist klar: Wir sollten uns als deutsche Staatsbürger zweimal überlegen, die Emirate zu buchen oder einen Konzern mit Sitz in Deutschland inkl. derer Arbeitsplätze damit zu sichern. Und ich weiß auch, dass in letzter Zeit vielleicht etwas viel gestreikt wurde, was dem Unternehmen definitiv geschadet hat. Der ein oder andere ist sicherlich auch zu Recht auf eine andere Airline ausgewichen.

Während des Fluges fiel mir wieder meine kurze Umstiegszeit in Frankfurt ein und ich fragte H. Stehlig, ob wohl mein Gepäck dabei sei. Er berichtete nur – wenn nicht erfährt er es während des Fluges; aber ich soll mir keine Sorgen machen, Frankfurt ist professionell. Aber es war dabei und ich bin stolz, dass ihr es geschafft habt.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, Lufthansa bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Der Service war auf meinem Flug äußerst professionell. Jeder Wunsch wurde ohne Probleme erfüllt, ich hatte stets ein Getränk wenn mir danach war. Bei anderen Airlines habe ich durchaus erlebt, dass gerade alkoholische Getränke rationiert wurden. Damit kann ich für meinen Teil die Lufthansa definitiv empfehlen, sofern der Preis für den Flug stimmt. Ein solides Angebot in der Economy Class und auf Langstrecke.