Von Helsinki fliegen wir nach Chicago mit der Finnair Business Class in deren A330-300. Was bietet die Finnair Business Class auf Langstrecke und ist der Fisch tatsächlich so gut an Board, wie die Gerüchte sagen? Wir haben es ausgiebig bei einer Flugzeit von gut neun Stunden getestet. Dazu kommt noch eine fast leere Kabine, was fürs Filmen und Fotografieren sehr gut ist.

Registrierungsnummer der Maschine: OH-LTR
Erster Flug: 26.10.2009

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Groundservice

Helsinki ist bei unserem Besuch ein ruhiger und gemütlicher Flughafen. Wir haben das Gefühl alle Menschen haben viel Zeit und lassen sich von nichts aus der Ruhe bringen. An der Finnair Business Class Lounge angekommen gibt es zwei Eingänge: Rechts geht es zur Business Class Lounge und links geht es in die Premium Lounge mit Sauna. Da wir den OneWorld Gold haben, dürfen wir in die Premium Lounge. Eine feine Auswahl an warmen und kalten Speisen erwarten uns gleich am Eingang, gefolgt von einer Bar mit Barkeeperin. Dabei ist die Lounge modern gestaltet, Lampen fahren über uns in definierten Abständen hoch und später wieder herunter. Der Grund erschließt sich uns jedoch nicht.

Zusammenfassend eine qualitativ sehr gute Lounge mit exquisit ausgewählten Getränken und Speisen. Die in Betrieb befindliche Sauna für die Gäste der Lounge unterstreicht das exklusive Ambiente. Wir haben knapp zwei Stunden länger Zeit die Lounge zu genießen, unser Abflug ist verspätet.

Boarding

In zwei Menschenschlangen findet das Boarding wie üblich statt. Prio-Boarding für Business Class und Statuskunden, sowie Economy Class. Vielmehr handelt es sich um einen Zugang zum Wartebereich. Denn nach der Prüfung von Boarding Pass und Reisepass, geht links in den Prio-Bereich und Rechts in den Economy-Bereich, welcher durch eine hüfthohe geschlossene Tür getrennt ist. Wir warten etwa eine viertel Stunde, bis der Flieger zum Einsteigen bereit ist.

An Board geht es etwas hektisch zu, die Crew hat gut mit den Vorbereitungen zu tun. Wir haben uns absichtlich den ungünstigen Platz in dem hinteren Teil der Business Class reserviert. Das hat zur Folge, dass die Gäste der Economy Class bei uns durchlaufen müssen, um an deren Platz zu gelangen. Vorteil jedoch ist, es bleibt bis auf einen weiteren Gast komplett leer. Entsprechend haben wir viel Raum und freie Sitze zum Filmen und Fotografieren. Bis unser Welcome Drink kommt, dauert allerdings naturgemäß etwas länger. Im vorderen Teil der Business Class sind die Plätze gut gefüllt und hier ist es aktuell einfacher die Gäste mit einem Drink zu begrüßen.

Finnair Business Class Kabine der A330-300

Schade, dass wir nicht die neue Finnair A350 Business Class fliegen konnten, das wäre wohl das i-Tüpfelchen gewesen. In der A330-300 V1 gibt es insgesamt 10 Reihen der Business Class. Hierbei wechselt sich 2-2-1 und 1-2-1 Konfiguration ab, auf der rechten Seite gibt es am Fenster ausschließlich Einzelsitze. Dabei ist die Finnair Business Class in zwei Kabinen geteilt. Vorne sieben Reihen und nach dem Gang noch einmal drei Reihen. Waschräume gibt es drei, zwei zwischen den Kabinen und einen ganz vorne. Modern ist der Sitz dennoch, alle Elemente lassen sich einzeln anpassen und vordefinierte Positionen sind ebenfalls abrufbar. Gemütlich ist es, etwas abgenutzt, was dem Alter geschuldet ist. Ebenfalls fällt der Monitor etwas kleiner aus, so war es seinerzeit eben.

Service und Mahlzeiten

Nachteil der hinteren Business Class Kabine ist das Boarding. Während die Gäste im vorderen Teil schon begrüßt werden, der Welcome Drink serviert wird und dabei die Speise- und Getränkekarte studiert werden kann, dauert es im hinteren Teil etwas länger. Das wußten wir, also gedulden wir uns. Einen Welcome Drink und das heiße Tuch gibt es auch für uns, etwas später eben. Auf Reiseflughöhe wird dann ein äußerst leckerer Gruß aus der Galley serviert.

Im Folgenden merkt man übrigens nicht mehr, dass man die Mini-Business-Class im zweiten Teil gewählt hat. Unsere Flugbegleiterin ist ausserordentlich warmherzig, aufmerksam und gut gelaunt. Unsere Wahl fällt beim Hauptgang auf den Fisch, dieser soll laut Reviews im Netz besonders gut sein. Dem können wir uneingeschränkt zustimmen, Finnair serviert grandiosen Fisch an Board eines Flugzeugs! Besondere Erwähnung sollte auch das Brot finden. Finnische Brotspezialitäten werden serviert und heben sich deutlich vom sonst üblichen Angebot ab! Wir probieren sämtliche Brotsorten, bis hin zu den traditionellen finnischen Backwaren. Äußerst Schmackhaft, Finnair weiß selbst mit Beilagen zu verwöhnen.

Um die Vorspeise nicht ausser acht zu lassen: Zarten Lachs und dazu ein knackiger Salat. Hier sprechen die Bilder eine eigene Sprache, ihr könnt euch ausmalen wie schmackhaft das war. Meinen Abschluss bildet der Käseteller und ein Portwein. Stefan isst noch ein Eis und bedient sich im Folgenden an der Snackauswahl im Gang. Eine zweite Portion Fisch hätten wir auch noch bekommen, gerne, wenn es nicht zu viel gewesen wäre.

Im Folgenden bleibt der Service auf gleich hohem Niveau. Immer wieder wird sich nach unserem Wohlbefinden erkundigt, Getränke nachgegossen und ein Glas mit Schokobonbons serviert. Nach gut drei Stunden Schlaf gibt es noch ein leichtes Mahl. Reis mit zweierlei Beilage, so leicht wie angekündigt war es dann aber doch nicht.

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