Registrierungsnummer der Maschine: ET-ASH Erster Flug: 03/2015

Die Business Class in der Boeing 787-8 ist in einer 2-2-2 Konfiguration ausgeführt. Der Flug geht von Oslo nach Addis Abeba, mit Zwischenlandung in Stockholm und dauert gut sechs Stunden.

Groundservice

Der Flughafen Oslo ist grundsätzlich hochmodern, teilweise im Umbau und größtenteils vollautomatisiert. Die Tickets werden auch für die Cloud Nine (Business Class) auf Thermopapier gedruckt und konnten weder vom Eingang zur Sicherheitskontrolle vollautomatisch gelesen werden, gleichfalls nicht beim Zugang zur Lounge. Es musste von uns in beiden Fällen ein Mitarbeiter bemüht werden.
Der Zugang zur SAS-Lounge musste noch manuell geprüft werden, es handelte sich um den zweiten Flug von Ethiopian Airlines, welcher auf dieser Strecke durchgeführt wurde. Die Lounge ist spärlich ausgestattet, lediglich ein kleines Salatbuffet und stark reduzierte Getränkeauswahl. Gemütlichkeit geht anders, für einen kurzen Aufenthalt geht das in Ordnung.

Deutsch

Boarding

Nach einer Passkontrolle im Sicherheitsbereich ging es zum Gate. Unproblematisch und schnell ging das Boarding der Cloud Nine Gäste von statten. Die C war zu etwas 50% ausgelastet, in Stockholm stieg die Auslastung auf etwa 75%. Die Freundlichkeit beim Zustieg in den Flieger ließ stark zu wünschen übrig und die Crew scheint den Flieger nicht zu kennen. Bei zwei Gängen wurde uns spontan der falsche Gang gezeigt. Ein Begrüßungsdrink kam relativ zeitnah, ein Gefühl gerade so geduldet zu werden kam auf. Vielleicht ein schlechter Tag bei der Crew?

Ein heißes Tuch gab es noch, bis zur Zwischenlandung in Stockholm nur auf Nachfrage noch ein Getränk. Alle Gäste durften im Flugzeug bleiben, während weitere Gäste und das Catering geladen wurde. Bis wir wieder loskamen, verging eine Stunde und es wurde enorm an Getränken gespart. Auch auf Nachfrage wollte in der ganzen Stunde auf dem Rollfeld kein Crewmitglied ein Getränk servieren, auf dem Rückflug ging das deutlich besser.

Englisch

Business Class Kabine der 787-7

Die Business Class Kabine des Dreamliners von Ethiopian stammt aus dem Jahr 2015 und ist damit relativ modern. Ausgeführt ist die Business Class in einer 2-2-2 Konfiguration. Die Sitze lassen sich 180 Grad zu einer Liegefläche verstellen, ein Kopfkissen und eine Decke gibt es obendrein. Das Kissen jedoch ist zu klein und sehr schnell plattgedrückt, die Decke etwas kratzig ausgeführt. Ein Schlafen auf dem Bett ist zwar möglich, jedoch aufgrund der Härte des Sitzes relativ unbequem.

Die Steuerung erfolgt per Softtouchknöpfen am Sitz, ein Display oder eine Handsteuerung steht nicht zur Verfügung. Verstaumöglichkeiten sind praktisch nicht vorhanden, ausschließlich unter der Fußablage findet sich etwas Platz. Ergänzend dazu eine sehr kleine Ablagefläche bei der Steckdose / Kopfhörersteckplatz.

Das Entertainmentsystem ist beschränkt von der Filmauswahl, in deutscher Sprache sind keine Inhalte zu finden. Die Bedienung kann am Touchscreen oder per minimalistischer Fernbedienung erfolgen.

Die Armlehne lässt sich verstellen und auch komplett einfahren, dies erfolgt manuell. Der Tisch ist klappbar und ausreichend groß.

Service und Mahlzeiten

Wie bei den Drinks direkt nach dem Ein- und Zusteigen geht es bei diesem Flug weiter. Die Crew ist völlig unmotiviert und nur auf Nachfrage gibt es das, was man auch möchte. Auf dem Rückflug sah es anders aus, somit ist es wie üblich stark vom eingesetzten Personal abhängig. Optisch und geschmacklich ist eine Schulnote von ausreichend angebracht. Kein Highlight, allerdings auch nicht so mangelhaft wie bei KLM. Jedoch kann hier die Lufthansa auf innderdeutschen Flügen fast schon mehr, als Ethiopian interkontinental abliefert. Da die äthiopischen Spezialitäten lediglich auf Flügen von Addis Abeba und nur vor Mitternacht angeboten werden, sind wir lediglich einmal in den Genuss davon gekommen. Mehr dazu im Flugreport von Ethiopian Airlines in der 777. Das Frühstück konnte zu keiner Zeit überzeugen, auf dem Rückflug haben wir teilweise völlig drauf verzichtet.