Registrierungsnummer der Maschine: G-XLEJ
Erster Flug: 12.06.2015

Die sogenannte Club World von British Airways ist im Ying Yang Prinzip aufgebaut. Im Oberdeck besteht die Business Class aus 2-3-2 und im unteren Bereich 2-4-2. Die beliebtesten Plätze sind Fensterplätze im oberen Bereich des A380, da hier mehr Platz zur Verfügung steht. Da ich zum jetzigen Zeitpunkt keinen Status bei British habe, ist nur eine kostenpflichtige Reservierung möglich, was ich nicht getan habe. Beim Online Check-In war nur noch ein Fensterplatz verfügbar und auf diesem sitze ich im unteren Deck.British Airways

Groundservice

Mit Ruhm bekleckert sich British Airways mit den Business Class Lounges in London Heathrow nicht. Zwar ist die von mir besuchte Lounge groß, das Angebot jedoch bescheiden. Wie schon in Amsterdam, legen die Britten wohl großen Wert auf alkoholische Getränke, denn die sind reichlich in der Auswahl vorhanden. Etliche Weine zur Selbstbedienung und eine eigene Bar stehen bereit. Speisetechnisch bietet die Lounge in London zwei Suppen und Sandwiches. Vielleicht war gerade auch nicht die Zeit für andere Speisen. Einen hervorragenden Blick auf die Landebahn gibt es im Außenbereich, ich hatte Glück die großen Maschinen setzten genau in meinem Blickfeld auf. Duschen gibt es zudem, hat ja nicht jede Lounge.

Deutsch:

Boarding

Das Boarding bei British Airways erfolgt strickt nach Status. In einer Reihe Economy Gäste und in der Anderen Statusgäste, First und Business. Zuerst jedoch dürfen Kinder und Menschen mit körperlichen Einschränkungen an Board. Anschließend kommen Gäste der First Class an die Reihe, so wie es sein sollte. Jetzt hat sich jedoch schon eine Schlange gebildet und die First Class Gäste müssen erst einmal vorbei an allen anderen.

Lufthansa löste das in Shanghai wesentlich besser. Trennung in drei Zugänge, First und Business sowie Economy. Anschließend dürfen die Gold Statusgäste an Board. Lustig dabei ist, dass ein großer Teil in der Economy Platz genommen hat. Jetzt ist die Business Class dran, ein interessantes Boarding Konzept von British Airways in London Heathrow.

Die Begrüßung war außerordentlich freundlich und wir wurden sofort von unserer Stewardess empfangen. Alsbald kam die Frage was wir den mit den Kameras machen und sie war Feuer und Flamme. Auf keinen Fall müssen wir das Gesicht unscharf machen und die zwei Flaschen Wasser zusätzlich wurden gebracht, die müssen mit auf die Bilder und die Videoszenen. Ein herzlicher Empfang, wir lieben es.

Englisch:

British Airways Business Class Kabine des A380

Die Business Class, oder Club World Kabine des A380 der British Airways ist schon speziell. Ying Yang ist angesagt und ich bin überhaupt kein Freund davon. Einer fliegt gegen und der andere mit der Flugrichtung. Im Oberdeck 2-3-2 und im unteren Bereich 2-4-2. Mittig sind es dann oben 2 x 2 Plätze für Pärchen und unten einer allein plus zwei Pärchen. Aber und das sollte ABER heißen: Der Fensterplatz steigt stets über die Füße des Gangplatzes.

Die 2er Plätze in der Mitte müssen auch über die Gangplätze steigen. WTF British Airways? Was ist denn, wenn in der dunklen Kabine die ältere Dame oder der körperlich eingeschränkte Herr, gar noch ein kleines Kind am Fenster über meine Füße steigen muss? Wenn ich schlafe und derjenige stolpert, bin ich nicht nur wach sondern verletzt. Mittig lässt sich ein Sichtschutz aus Milchkunststoff hochfahren, allerdings nur in Reiseflughöhe. Bei den Pärchensitzen in der Mitte ist es nicht so.

Der Monitor wirkt zunächst recht klein, reicht jedoch völlig aus. Dieser ist nah bei mir und somit ausreichend groß, lässt sich zudem ganz einklappen. Gleich drunter befindet sich der Tisch, ein innovatives und platzsparendes Konzept. British bringt viele Menschen auf engstem Raum unter und verstaut was nötig ist pragmatisch praktisch. Der Sitz lässt sich mit ausklappbarem Fußteil zu einer 180-Grad Liegefläche verwandeln. Das Konzept hatte ich erwähnt, mir graut es wenn die Dame am Fenster über meine Füße steigt in der Nacht. Die Steuerung des Sitzes erfolgt über Bedienelemente und ist einfach gehalten. Eine am Gang befindliche Armlehne verstellt sich automatisch mit dem Sitz. Der Tisch lässt sich besonders weit zum und vom Körper weg bewegen.

Toiletten stehen deutlich zu wenige zur Verfügung. Im unteren Bereich werden die Toiletten zur Economy geteilt. Fenster gehört zur Business und Gang zur Economy. Da jedoch nicht kontrolliert wird, waren die Toiletten häufig von Economy-Gästen belegt. Andere Airlines legen hier großen Wert auf die Trennung, da sich auch das Interieur unterscheidet.

Das Amenity Kit

Business Class Gäste erhalten auf Langstreckenflügen ein einfach gehaltenes Amenity Kit mit bekanntem Inhalt. Ein Säckchen und nichts Außergewöhnliches, der Schwerpunkt von British Airways wird mehr und mehr klar.

Service und Mahlzeiten

Beim Service hatten wir Glück, unsere Stewardess war neugierig, was wir im Flieger da machen und war somit sehr häufig in unserer Nähe. Stets zu einem Scherz aufgelegt und gerne nachgefragt, ob wir noch etwas brauchen.

Wie üblich bekamen wir zu Beginn ein warmes Tuch und einen Welcome Drink. Dazu ein Päckchen Nüsse, pragmatisch zum Selberöffnen.

Als Aperitif wählte ich eine Bloody Mary, dazu eine Worcestersauce und es war eine echt britische Mischung. Ganz schön stark, mir kommt gerade wieder die Alkoholauswahl in der Lounge in den Sinn.

Als Vorspeise viel meine Wahl auf Crayfish mit Fenchelsalat. Geschmacklich gut, kein Grund zur Klage von meiner Seite.

Der Hauptgang sollte für mich britisches Beef sein, auch hiermit habe ich nichts falsch gemacht. Gleiches gilt für den Käse zum Nachtisch.

Allgemein ist die Qualität solide mit Luft nach oben. Im Vorfeld habe ich über die Gerichte an Board British Airways nicht viel Gutes gehört, ich kann es jedenfalls nicht bestätigen.

Zum Frühstück begann der Service noch einmal und hier schließt sich der Kreis des bereits berichteten. Typisch britisch, aus der Sicht eines Deutschen.