Mein Flug mit Thai Airways Royal First Class in einer Boeing 747-400 von Bangkok nach München. Die Flugzeit beträgt ungefähr 10,5 Stunden. Einleitend bedanke ich mich bei Christoph und Tim von Frankfurtflyer für die Aushilfe mit den Bildern. Ein Missgeschick war Ursache für den Totalverlust unserer eigenen Bilder dieses Fluges.

Registrierungsnummer der Maschine: HS-TGF
Erster Flug: 12.09.2003

Groundservice

Der Groundservice der Thai Airways Royal First Class beginnt bereits beim Verlassen des vorherigen Fluges. Da wir eine Außenposition haben, werden wir mit der Limousine vom Flugzeug zum Terminal gefahren. Die Fahrt geht im Terminal mit dem Elektromobil weiter. Hindurch alle Sicherheitskontrollen bringt uns die freundliche Mitarbeiterin und lässt uns nicht mehr alleine.

Schließlich kommen wir an der Thai Airways Royal First Class Lounge an, der personal Service hat ausgezeichnet funktioniert. In der First Class Lounge bekommen wir gleich einen der Private Rooms. Darin eine Couch für zwei Personen und zwei Sessel. Obendrein ein Fernseher und ein Klimagerät.
Der Tisch ist zum Essen eher ungeeignet da viel zu niedrig. Überdies finde ich einen eigenen Computer und Schreibtisch vor, brauche ich allerdings nicht. Der Moet Champagner wurde uns von der freundlichen Mitarbeiterin gebracht und wir bekamen ein kurzes Briefing was wir in der Lounge erwarten dürfen. Leider fehlt uns die Zeit, eine Stunde Massage wahrzunehmen.

Wer länger in der Lounge verweilen darf, sollte den Service unbedingt wahrnehmen. Mein Kollege Tim von Frankfurtflyer hat es hier detailliert beschrieben im Review zur Lounge.

Im Folgenden probieren wir den Restaurantservice aus. Ein iPad dient als Speisekarte, besonders groß war die Auswahl allerdings nicht. Im Gegensatz zum Rest der Lounge hat das Restaurant einen etwas altbackenen Charme. Wir wählen das grüne Curry, da wir in Thailand grundsätzlich nur an Straßenküchen essen. Leider kam es geschmacklich nicht an diese heran und optisch war es auch kein Highlight.

Zum Boarden wurden wir gerufen und von einer persönlichen Begleitung in der Gruppe zum Gate gebracht.

Boarding

Das Boarding der Thai Airways Royal First Class Gäste erfolgt über eine eigene Reihe, jedoch gleichzeitig mit den Business Class Gästen. Die freundliche Begrüßung der Thai beim Einsteigen ist bekannt, da freut man sich gleich auf den Flug. Der Welcome Drink, ein Dom Pérignon Champagner wird uns von der für uns zuständigen Mitarbeiterin gebracht.

Thai Airways Royal First Kabine der 747-400

Die Thai Airways Royal First Class in der Boeing 747-400 befindet sich im vorderen Teil des Unterdecks. Elf First Class Sitze werden verbaut. An den Fensterplätzen sind es Einzelplätze und nur ein Doppelsitz in Reihe drei. Davor ist ein einzelner Sitz in Reihe 2, die Nase des Flugzeuges erlaubt eine solche Konfiguration. Unsere Plätze sind 1A und 1K, also ganz vorne und vor allem noch vor dem Piloten. Zwei Toiletten stehen für die First Class Gäste bereit, unser Flug war übrigens voll ausgebucht in der First.

Ferner sollte die Galley eine besondere Erwähnung finden. Diese ist längs eingebaut und beeindruckend lang. Derartiges haben wir auf bisher noch keinem Flug gesehen.

Außerdem findet sich vor dem mittleren Einzelsitz eine kleine Bar und Zeitschriften zur Selbstbedienung. Ist zwar nicht nötig, aber schön dass es da ist.

Thai Airways Royal First Class Sitz in der 747-400

Beim Thai Airways Royal First Class Sitz bekommt man den Eindruck, er ist schon älter. Offenbar verkauft die Airline diese Klasse recht häufig, so zumindest der Zustand. Obwohl erst einige Jahre alt, sind deutliche Gebrauchsspuren zu sehe. Dank fest installierter und nicht verschiebbarer Trennwände wird der Wunsch nach Privatsphäre zum größten Teil befriedigt.

Da hat mir die Swiss First Class mit ein wenig verschiebbaren Wänden besser gefallen. An den beiden vorderen Sitzen kann ich den Nachbarn sehen und auch was er serviert bekommt. Viel mehr Privatsphäre gibt es zum Beispiel bei Etihad in der First und der Emirates First Class. Weniger und durch Trennwände dann bei Lufthansa. Das Thaikonzept gefällt mir ganz gut.

Die Einstellungen des Sitzes erfolgen über einen separaten abnehmbaren Displaykontroller und per Hardwaretasten für vier vordefinierte Positionen. Als vollflaches Bett steht mir eine Liegefläche von 195cm zur Verfügung, dass sollte reichen.

Ablagefächer stehen zwei zur Verfügung, etwas größer vorne mit Steckdose bei der dekorativen Orchidee und neben dem Sitz mit dem Controller darin. Der Ottoman ist fest verbaut und unterhalb kann ich mein Handgepäck deponieren. Eine eigene Garderobe gibt es für mich auch noch, da bleibt fast kein Wunsch offen.

Vier Fenster sind für mich alleine und die Aussicht von ganz vorne, der Nase des Flugzeuges, ist grandios. Zwei Steckdosen sollten zum Arbeiten reichen, an zwei USB Steckplätzen kann ich weitere Geräte mit Strom versorgen.

Weiter ist der Tisch enorm groß für die Thai Airways Royal First Class, allerdings zweigeteilt. Spielt keine Rolle, es sei vollständigkeitshalber erwähnt. Der Monitor ist stolze 21 Zoll groß und nicht beweglich.

Service und Mahlzeiten

Der Welcome Drink am Boden wird gleich noch einmal nachgefüllt, sollte sich das Glas dem Ende neigen. Anschließend werden wir noch vor dem Start nach unseren Wünschen für die Mahlzeiten gefragt. Nach Erreichen der Reiseflughöhe kommt der Getränkewunsch mit einem kleinen Gruß aus der Küche.

Der Frischkäse mit Schwarzwälder Schinken passt mir nicht ganz in die Thaiküche, vielleicht bin ich einfach zu großer Fan vom Thaifood. Weiter geht es und der Tisch wird gedeckt, dazu noch ein Gläschen vom Dom Perginon 2006 Vintage.

Bevor es zum Caviar Service übergeht, wird noch ein weiterer Snack aus der langen Galley serviert. Die zwei Service-Mitarbeiter haben für die voll ausgebuchte First gut etwas zu tun und sind schwer beschäftigt.

Der Caviar wird bei der Thai Airways Royal First Class besonders ansehlich serviert. In einer kleinen Muschel mit Eis gefüllt und darauf ein Döschen Caviar. Einfach wunderhübsch angerichtet, der Brotkorb fällt dafür lieblos aus. Im Gegensatz zu der Lufthansa First Class weiß Thai Airways, zum Caviar muss ein Perlmutlöffel gereicht werden und dem ist auch so.

Dann kam nach dem Mini Sorbet der Hauptgang, mit großer Vorfreude habe ich die Thaiküche gewählt.

ßenküche des Landes heranzukommen. Mehr als probiert habe ich nicht, ich ließ es zurückgehen. Der Service hat zum Hauptgang völlig nachgelassen, der dazugehörige Wein wurde gar nicht erst serviert. Vielleicht wusste die Crew auch, Thaiküche an Board der First Class ist nicht essbar?

Eine kurze Nachfrage sollte in der First zwar nicht nötig sein, aber mein Glas Wein kam dann mit Verspätung. Gleiches Bild bot sich bei Stefan, auch er hat kein Getränk zum Hauptgang bekommen.

Nach den Speisen wird auf Wunsch das Bett hergerichtet, was sehr gemütlich war. Die zwei gut gefüllten und stabilisierenden Kissen verhalfen zu einem guten Schlaf. Zum Frühstück wird der Sitz wieder vom Bettzeug befreit.