Eigentlich würden wir nur ungern in der Air France Business Class in deren Airbus A380 fliegen. Keine vollflachen Sitze, sehr offene 2-2-2 Konfiguration und das Verstellen der Sitze ist in der Kabine jedesmal deutlich wahrzunehmen. Klar, Jammern auf hohem Niveau, jedoch gibt es Alternativen! Allerdings von New York nach Amsterdam, wo wir ursprünglich hin müssen, nicht. Der Preis ist nun ausschlaggebend und da hat Air France über Paris nach Amsterdam die Nase vorn. Also nehmen wir diesen Flug, der Aufpreis für andere Produkte lohnt sich nicht. Demzufolge sind die genannten Kritiken für den Preis in Ordnung für uns.

Registriernummer: F-HPJH
Erster Flug: 17.10.2011

Billd: Kentaro Iemoto from Tokyo, Japan

Groundservice

Am New Yorker Flughafen JFK betreibt Air France eine eigene Lounge. Als wir ankamen, ziemlich voll und mit wenigen freien Plätzen zur Auswahl. Lag daran, dass vor uns eine 777 nach Paris abging. Warum nicht diese, wenn uns die A380 doch nicht gefällt? Tja, es wurden keine Award-Tickets vorgeschlagen, demzufolge hatten wir keine Wahl. Zurück zur Lounge, es gibt ein großes Angebot an Speisen und Getränken. Entweder in Buffetform oder à la carte. Allerdings ist letzteres nicht unbedingt zu empfehlen. Jedenfalls hat es unseren Geschmack nicht getroffen und das ist wiederum relativ. Getränketechnisch dürfte beim Angebot von Air France in der Lounge wohl jeder auf seine Kosten kommen. Da lässt sich die Airline nicht lumpen. Duschen sind auch vorhanden, ideal für den Geschäftsreisenden, der vom Meeting kommt und vor dem Flug noch duschen möchte. 

Billd: Hakilon

Boarding

Eigentlich könnten wir den Punkt Boarding mal weglassen oder nur noch bei Bedarf erwähnen. Es läuft in den meisten Fällen ja wie in der Regel ab. Auch bei Air France geht es nicht anders von Statten. Somit kommt ein ganzer Schwung an Business Class Gästen, sowie Statuskunden an Board. Klar, das gesamte Oberdeck besteht aus Business Class und Premium Economy. Auch Statuskunden in der Economy Class im unteren Deck können mit an Board und da ist die Schlange lang. Wir sind also nicht die Ersten, macht aber nichts. Am Boden wird Orangensaft oder Wasser angeboten, der Champagner kommt erst später. Aber dazu gleich mehr.

Air France Business Class A380 Kabine

Da ist sie nun, die Air France Business Class in deren A380. Fast das gesamte Oberdeck in einer 2-2-2 Konfiguration. Dabei stehen 80 angewinkelte Sitze bereit. Für diese achtzig Gäste dann drei Waschräume. Einer ganz vorne im Oberdeck und zwei in der Galley zwischen den Kabinen. Was soll man sagen, das Produkt ist in die Jahre gekommen. Dabei sind die Motoren der Sitzverstellung ziemlich laut geraten. Sobald die Reiseflughöhe erreicht ist, kann man ein Konzert der Sitzmotoren anhören, bis es kurze Zeit später wieder still ist. Ab und zu während des Fluges dann wieder, aber man gewöhnt sich dran. 

Startabbruch! Air France Business Class A380 | GlobalTraveler.TV
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Service und Mahlzeiten

Nachdem wir wie üblich ewig in JFK gerollt sind, geht es zum Start. Überraschenderweise wird der Takeoff nach gefühlt 15 Sekunden abgebrochen und wir fahren zurück zum Gate. Am Gate selbst stehen wir noch einmal 45 Minuten und dürfen im Flieger bleiben. Champagnerflaschen werden geöffnet, ganz so, als ob die Reiseflughöhe erreicht worden wäre. Welcher genau Grund dahintersteckt, warum am Gate zuvor nur Orangensaft und Wasser angeboten wurde und jetzt das volle Programm, ist uns nicht bewußt. Es werden verpackte Nüsse gereicht, schließlich dauert es noch, bis wir abheben werden. Beim zweiten Versuch klappt es dann und wir sind auf dem Weg nach Paris. Mit einiger Zeit Verspätung, jedoch geht Sicherheit definitiv vor!

Überzeugend bei unseren Speisen war der Nachtisch. Warum wie beim letzten Mal von auch, Air France ab New York wenig schmackhafte Mahlzeiten serviert, ist uns schleierhaft. Es ist ja nicht so, dass man ab New York nichts Ordentliches bekommt. Auf unserem Flug von Newark nach Singapore gab es ganz vorzügliche Speisen und der Flieger hat es nicht aus Singapore mitgebracht. Dabei legen die Franzosen so großen Wert auf ihre Küche, an Board der Business Class wohl weniger. Daher sind wir froh, demnächst die La Première von Paris ab zu fliegen. Da dürfte dann deutlich mehr drin sein, auf diesem Flug war es leider nichts.

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