Mein Flug geht mit der Qatar Airways Business Class in der Boeing 787-8 Dreamliner von Venedig nach Doha. Die Flugzeit ist mit fünf Stunden kalkuliert. Was bietet die Qatar Airways Business Class in der 787, dem Dreamliner?

Registrierungsnummer der Maschine: A7-BDD
Erster Flug: 29.05.16

Groundservice

Erwähnenswert ist in Venedig die Fast Line für Qatar Airways Business Class Gäste. Derart schnell geht es selten zu, obwohl wie üblich kontrolliert wurde. In Venedig nutzen wir die Marco Polo Club Lounge. Geboten werden verschiedene Bereiche, zum Arbeiten, zum Essen und Sofas zum Sitzen. Raus geht es auch, aber hier ist nur gucken erlaubt, nicht rauchen. Macht nichts, wir rauchen sowieso nicht. Dafür ist der Ausblick umso spektakulärer. Flugzeuge landen und starten vor der Skyline von Venedig.

Der Markusturm sticht klar hervor, hier lohnt es sich ein wenig zu verweilen. Das Angebot an Speisen und Getränken ist inklusive Service sehr gut. Getränke werden eingeschenkt oder zubereitet, Selbstbedienung ist nur bei den Speisen der Fall. Kleine italienische Spezialitäten überraschen mit gutem Geschmack. Verhältnismäßig frisch und es wird stetig aufgefüllt.

Boarding

In Venedig geht das Boarden zuerst für allein reisende Kinder und körperlich eingeschränkte Menschen los. Anschließend wie üblich in zwei Reihen, Status- und Business Class Gäste sowie Economy. Zuerst geht es wie üblich mit Business Class los, gut das Qatar das auch in Italien durchzieht. Der Vorgang geschieht enorm fix bei Qatar und an Board werden wir wie gewohnt sehr professionell freundlich begrüßt. Wir werden wie fast immer bei Qatar gefragt, ob wir mit den Funktionen des Sitzes vertraut sind und erhalten andernfalls eine Erklärung dessen.

Unsere zuständige Flugbegleiterin stellt sich mit ihrem Namen vor und erklärt, wer in der Kabine für was zuständig ist. Sollten wir Wünsche gleich welcher Art haben, sollen wir uns ungeniert melden. Dieses über die Maße professionell zuvorkommende Auftreten haben wir in bisher allen Qatar Flügen annährend auf gleichem Niveau erlebt. Je nach Laune der Mitarbeiter, Ausreißer gab es jedoch bei Qatar Airways auf unseren Flügen niemals. Beim Welcome Drink können wir aus einer großen Anzahl alkoholfreier Getränke wie Säften, Mocktails und Softdrinks wählen.

Gleiches gilt für die Wahl alkoholischer Willkommensdrinks. Beim Erfrischungstuch können wir wählen, ob es kalt oder warm sein soll. Wunderbar Qatar, wir fühlen uns sofort wohl an Board. Gleich geht es weiter mit der Menükarte und darauf hingewiesen, dass zu jeder Zeit was auch immer bestellt werden kann. Es gibt keine festen Abläufe und wir bekommen das Gefühl, ein sehr geschätzter Gast an Board zu sein.

Qatar Business Class Kabine der 787-8

Die Qatar Business Class der Boeing 787-8 ist in einer 1-2-1 Herringbone-Konfiguration ausgeführt. Sehr ähnlich ist es auch im A350 wie hier zu sehen. Direkter Gangzugang von jedem Sitzplatz aus. Die Farben sind in Qatar Airways typischem Grau und Burgund gehalten. Die Kabine hell und in warmen Verzierungen Rosé Gold. Der vordere Teil besteht aus fünf Reihen und der hintere Teil aus einer Reihe. Mittig befindet sich eine weitläufige Bar, welche nach Erreichen der Reiseflughöhe mit Rosen, Snacks und Getränken zur Selbstbedienung befüllt wird.

Alle Sitze sind für die Privatsphäre optimiert und jeweils leicht voneinander weggedreht sowie in der Reihe versetzt. Mittige Sitze können bei Bedarf eine Trennwand hochfahren, so dass auch hier die Privatsphäre von Alleinreisenden gewahrt wird. Mittige Sitze sind in Grau ausgeführt und Fensterplätze in Burgund. Im mittleren Teil und vorderen Teil der Kabine befinden sich jeweils zwei Waschräume.

Qatar Business Class Sitz

Dieser Sitz gehört mit zu meinen Lieblingssitzen in einer Business Class. Mir kann kein anderer Gast beim Essen zusehen und ich kann es auch nicht. Großzügige Ablagen stehen mir zur Verfügung und selbstverständlich ein weiches, vollflaches Bett. Der Bettbezug von Frette tut auf Nachtflügen was er soll, er macht es nochmal gemütlicher. Die Fenster sind elektronisch dimmbar von transparent bis lichtundurchlässig.

Das Oryx-Unterhaltungssystem gefällt mir deutlich besser als das von anderen Airlines. Intuitiv zu bedienen und eine riesige Auswahl mit vielen Filmen in deutscher Sprache. Wahlweise kann ich das Orys-System über eine kleine Fernbedienung oder via Touchscreen bedienen. Mein Unterhaltungsprogramm sehe ich an einem 17 Zoll Touchscreen an, der nicht verstellbar ist.

An meinem Platz finde ich eine Steckdose, USB-Anschluss für Strom und um Inhalte auf dem Bildschirm wiederzugeben. WiFi und GSM-Dienste stehen für die Gäste bereit. Staufächer sind neben den riesigen Overhead Compartements reichlich vorhanden. Meinen Sitz verstelle ich über Hardwaretasten und der Tisch für die Mahlzeiten ist großzügig.

Service und Mahlzeiten

Bei Qatar wird der Service großgeschrieben. Bereits beim Einsteigen werden wir aufmerksam umsorgt. Sofort nach Erreichen der Reiseflughöhe gehen die Vorbereitungen für den Service los. Dabei jedoch sind die Qatar Flugbegleiter ständig präsent in der Kabine. Zumindest vermittelt es mir auf vielen Qatar Business Class Flügen, so auch auf diesem den Eindruck. Das fliegende Personal hat hier ein erfolgreiches Training absolviert, wie was beim Gast ankommt.

Die warmen Nüsschen und der erste Drink werden uns an den Platz gebracht. Dabei gleich die Frage, ob es schon etwas zu Essen sein darf oder lieber später. Es spielt dabei keine Rolle, ob ich die Vorspeise haben möchte und gar keinen Hauptgang. Gleiches gilt, wenn ich gerne zwei Hauptgänge und keine Vorspeise möchte. Gesetz dem es ist verfügbar, werden all diese Wünsche sehr gerne erfüllt. Die Qualität der Speisen ist auf einem sehr hohen und gleichbleibenden Niveau. An der kleinen Boardbar in der 787-8, dem Dreamliner, finden sich Snacks, Wasser und Champagner.

Da die Crew sich dermaßen gut um die Belange der Gäste kümmert, ist es eigentlich nicht notwendig. Leider war mein Sitz auf diesem Flug nicht mit der neuesten Software ausgestattet. Damit standen mir nicht alle neuen Filme zur Verfügung. Schade, ich hatte mich so auf Alien gefreut, was Stefan alleine sah.