Mein Flug mit Oman Air in der Business Class der Boeing 787 Dreamliner geht von Frankfurt am Main nach Muscat und ist mit etwa sechs Stunden angesetzt. Oman Air verbaut in diesem Flugzeug die neue Business Class und das Fluggerät ist nur wenige Monate alt.

Registrierungsnummer der Maschine: A4O-SD
Auslieferung: 21.04.2017

Groundservice

Da wir zuvor im Hilton direkt am Flughafen übernachtet haben, war ein langer Loungeaufenthalt nicht geplant. Ein kurzer Blick in die Lufthansa Business Lounge hat genügt, das Angebot ist ja hinreichend bekannt. Beim Check In wurden wir bereits erwartet, was uns ziemlich überraschte. Eine freundliche Geste des Mitarbeiters, welche ihr Ziel nicht verfehlte.

Boarding

Das Boarding am Flughafen Frankfurt erfolgte über ein Busterminal. Das etwas chaotische Boarding erfolgte für die Business Class zuerst, jedoch ist der falsche Bus vorgefahren. Da alle Statuskunden und Business Gäste bereits im Bus waren, ist dieser dann zum Flieger gefahren. War mal eine ganz andere Erfahrung in Frankfurt, sonst werden ja nur kleinere Maschinen so geboardet.

Oman Air Business Class Kabine der 787

Die Oman Air Business Class in diesem Fluggerät ist zum Zeitpunkt unseres Fluges gerade mal 1,5 Monate jung. Konfiguriert hat Oman Air die C in 2-2-2. Das Interieur macht einen sehr hellen und modernen Eindruck. Durch die enorme Sauberkeit in der Kabine stellt sich fast die Frage, ob es nicht der Jungfernflug ist. Es ist die bisher sauberste Business Class, die wir erleben durften. Da die Sauberkeit auch in einem weiteren Flug und einer älteren Maschine auf gleichem Niveau war, scheint Oman Air darauf besonderen Wert zu legen. Die hellbeigen Farben werden mit Holz- und Aluminiumelementen kombiniert. Dazu am Sichtschutz des Sitzes eine Art brauner Fließstoff, kontrastiert mit weißglitzerndem Kunststoff. Oman Air

Von jedem Sitzplatz kann der Gang problemlos und ohne Mitreisende zu stören erreicht werden. Viel Privatsphäre steht am Platz zur Verfügung, es war aufgrund der versetzten Anordnung nicht möglich, den Nachbarn oder dessen Mahlzeit zu sehen. Zum direkten Sitznachbarn hin kann zudem eine Trennwand hochgefahren werden.

Erwähnung finden sollten die zwei USB Anschlüsse, die zur Verfügung stehen. Da geht Oman Air mit der Zeit, es können damit zwei USB-Geräte zusätzlich zur Lademöglichkeit via Steckdose genutzt werden.Oman Air

In der Seite des Sitzes können zwei Flaschen Wasser abgestellt werden und es steht ein halber Liter Wasser bereit, was mehr als bei vielen anderen Airlines der Fall ist. Der Sitz nennt sich übrigens Apex und ist äußerst bliebt!

Die Bedienelemente des Sitzes erlauben eine völlig freie Einstellung der Rückenlehne, Sitzfläche und Fußstütze. Ergänzend sind vier vordefinierte Positionen wählbar. Beim Sitz handelt es sich um ein Full-Flat-Bed auf Wunsch und der Ottoman ist enorm groß ausgeführt. Damit können unter diesem deutlich mehr als nur die Schuhe abgelegt werden. Im Falle eines Defekts der Elektronik, kann der Sitz manuell in die Liegeposition gebracht werden. Bei anderen Airlines mussten wir schon den Platz wechseln, was bei einer vollen Maschine leider nicht geht.

Auffallend gut gepolstert ist der Sitz, man hat das Gefühl Oman Air hat einige Lagen extra draufgepackt. Die Sitzbreite ist gefühlt weiter als bei ähnlich moderner Business Class anderer Airlines.

Auch das Kissen ist besonders groß und gut gefüllt ausgeführt. Es gibt nicht zu schnell nach und bleibt auch nicht eingedrückt, wenn der Kopf angehoben wird. Kenne ich sonst nur aus der First Class, dass ein solches Kopfkissen bereitgestellt wird.Oman Air

Eine ganz besondere Erwähnung muss der Waschraum finden. Die Toilette enthält eine BD-Funktion, es können verschiedene Strahlstärken und Positionen gewählt werden. Ich habe es probiert und als äußert effektiv und angenehm empfunden.

Sollte das Entertainmentsystem einmal nicht funktionieren, so kann durch langes Halten des Ein- und Ausschalters ein Reset durchgeführt werden. Macht normal die Crew, kann man aber auch selbst machen.

Deutsch

Service und Mahlzeiten

Der Service an Board beginnt unmittelbar nachdem wir unseren Platz eingenommen haben. Zuerst kommt das heiße Tuch, gleich danach der Welcome Drink. Soweit bereits bekannt, jetzt jedoch staunen wir: Nach etwa 10 Minuten kommen zwei Flugbegleiterinnen und eine serviert Feigen und die andere arabischen Kaffee. Das gibt es bei den Golf-Airlines nur in der First Class!Oman Air

Unsere zuständige Flugbegleiterin hat sich mit Namen persönlich vorgestellt und sagte sie sei für alle Belange den ganzen Flug für uns da. Wir fühlen uns gleich zu Beginn gut aufgehoben! Nach Erreichen der Reiseflughöhe wurden wir nach unserem Menüwunsch gefragt. Dabei wurden Teile der Menükarte auch auf unseren Wunsch hin erklärt und Empfehlungen ausgesprochen. Trotz Ramadan werden alkoholische Getränke ausgeschenkt, jedoch wird erklärt, dass die Flasche nicht in die Kabine gebracht werden darf. Da die Weinetiketten in der Menükarte abgebildet sind und man zudem auch in die Galley gehen kann um nachzusehen, auch für den Weinliebhaber kein Hindernis.Oman Air

Die Vorspeise kommt zuerst mit dem zuvor geäußerten Getränkewunsch. Die Notizen hierfür hat sich unsere Flugbegleiterin sehr detailliert gemacht. Interessant, wie das im Hintergrund funktioniert und zeitweilen sehr unterschiedlich gehandhabt wird.

Englisch


Bei dem Verteilen der Speisen kommt keine Hektik auf, jeder Fluggast bekommt einzeln sein Gericht. Auch hier ein Hauch First Class, man stellt sich bei Oman Air die Frage, ob hier First in Business erfunden wurde. Jederzeit ein Lächeln im Gesicht und höchst professionell das Vorgehen. Wir sind bisher sehr angetan vom Business Class Produkt von Oman Air!Oman Air

Weiter geht es mit dem Brot, auch jetzt kommen Erinnerungen an die First Class auf. Drei verschiedene Brotsorten optisch ansehnlich im Brotkörbchen.

Zwei erwähnenswerte Details, das Besteck ist mal nicht eiskalt und das verwendete Porzellan ordne ich ebenso einer höheren Flugklasse zu. Wenn ich schon dabei bin, auch der Käse hat Zimmertemperatur, was bisher die Lufthansa in der First so geschafft hat.

Vier Golf-Airlines haben wir in der Business Class erleben dürfen und Zeit für ein Resümee des Arabic Mezze: Auch hier toppt die Oman Air Business Class die First Class der Mitbewerber. Lediglich am Boden in Abu Dhabi und Dubai haben wir uns besser schmeckendes probiert. Der Aufwand und die Liebe zum Detail zeigt sich an einer Olive: Ein Schnitt für einen Schlitz und ein kleines Stück Rosmarin darin.Oman Air

Sicher klingt es übertrieben wenn ich sage, das Hauptgericht war von einem anderen Stern. Wer es in der C jedoch schafft, derartige Maßstäbe auch im Vergleich zu den direkten Mitbewerbern zu setzen, darf auch mal über den Klee gelobt werden. Der Reis war luftig, frisch und sehr gut gewürzt um ein Beispiel zu nennen.

Immer wieder werden wir gefragt, ob alles in Ordnung sei oder wir noch einen Wunsch hätten. Dank guter Kühlung, war auch zur Landung der Champagner noch kalt, was nicht immer so ist.

Oman Air

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