Meine 1,5 Stunden Zugfahrt mit dem Amtrak geht von Philadelpia 30th Street Station nach New York Penn Station. Ich reise in der Touristenklasse, in den meisten Amtrak-Zügen gibt es drei verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl von Sitzplätzen. Die Verfügbarkeit ist von der Strecke und der vorhandenen Zugausstattung abhängig.Amtrak

Check In

Ich hatte mir bereits online eine Fahrkarte gebucht und begab mich zur 30th Street Station in Philadelphia.

Das Gebäude, welches laut Bildern im Internet einen sehr alten Charme verkörpern sollte, war leider aufgrund Baumaßnahmen völlig verhüllt. Mein heutiges Ziel war New York. Ziemlich aufgeregt, dass ich auf dem Weg in eine für mich atemberaubende Stadt komme und mal wieder Freunde treffen kann, die ich lange nicht gesehen habe, machte mich etwas nervös.

Vor dem Gebäude befanden sich Polizeifahrzeuge inklusive Hunde mit der Aufschrift Amtrak Police. Auch war ein erhöhtes Aufkommen von Security und Polizei schon vor dem Gebäude erkennbar.

Gebäude

Die Bahnhofshalle von innen hat einen einzigartigen Charme. Man findet dort noch diverse Möglichkeiten, kleine oder größere Artikel für die Reise zu erwerben. Auch für den Hunger zwischendurch ist gesorgt. Preislich überraschend gar nicht wesentlich teurer als außerhalb. Auf dem ersten Blick eine Anzeigetafel mit den Abfahrtszeiten (inkl. Verspätungen) der Züge der nächsten 30 Minuten.

Die Polizeipräsenz macht sich auch im Gebäude deutlich bemerkbar. Die Gleise befanden sich überraschenderweise im Untergeschoss. Das hätte ich am wenigsten erwartet. Der Zutritt wurde aber durch Absperrbänder verwehrt. Erst kurz vor dem Boarding der Züge wurden diese geöffnet.

In dem Bahnhof hatte man im Übrigen auch noch die Chance am Schalter oder am Automaten kurzfristig ein Ticket zu ziehen.

Leider hatte ich meins schon, sonst hätte ich vor Ort eins gebucht. Ich war nämlich fast 1 ½ Stunden zu früh am Bahnhof und stellte fest, dass New York doch sehr häufig angefahren wird.

Amtrak Boarding

Das Boarding begann. Mein Zug wurde aufgerufen. Ich begab mich zu Gleis 3. Dort gab es für die erste und zweite Klasse eigene Reihen. Es erfolgte die Öffnung der Absperrbänder durch Mitarbeiter von Amtrak, Kontrolle der Fahrkarten und ab ging es ins Untergeschoss.

Dort fand man alle Gleise. Ich suchte vergeblich nach einer Anzeigetafel (bspw. wie lang der Zug ist oder wo sich die erste und zweite Klasse befindet). Da ich nur zweite Klasse gebucht habe, war es mir wiederum fast egal. Problematisch wäre es nur bei der kurzen Standzeit gewesen, den richtigen Halteplatz für die erste Klasse zu finden.

Der Zug fährt ein und macht sich per Hupe und blinkende Frontlichter bemerkbar.

Die Türen öffnen sich. Dort findet man pro Wagen einen relativ großen Platz für Koffer und zusätzlichen Platz für Menschen mit körperlichen Einschränkung. Der Zug war von innen und außen überraschend sauber. Erwähnenswert finde ich, dass niemand im Gang stehen muss oder ähnliches, da pro Zug nur so viel Karten verkauft werden, wie Sitzplätze vorhanden sind.

Ich begab mich also nach dem Abstellen meines Hauptkoffers auf einen freien Sitzplatz, packte mein Handgepäck in ein oberes Fach und schon ging die Fahrt nach New York los. Der Zug verfügt über ein offenes WLAN, welches sehr gut funktionierte. Selbst ein Facetime oder WLAN Anruf ging reibungslos.

Service und Mahlzeiten

Der Zug verfügt über ein Board-Restaurant. Da ich aber weder noch hungrig oder durstig war, habe ich es nicht besucht. Ich sah nur Gäste mit diversen Speisen und Getränken und dachte nur “hätte ich Hunger, wäre es sicher eine Alternative”.

Fazit

Ich finde den Amtrak eine gute Alternative zu einem Flug von Philadelphia nach New York oder auch ggf. anderen Strecken innerhalb der USA. Bei einer Stunde Flugzeit, mit Check In und Security, das Warten auf den Koffer, wäre der Zeitaufwand für den Flug wohl höher. Dazu ist mir meine Lebenszeit aber einfach zu kostbar.

Wir haben für die geplante Strecke von Philadelphia nach New York 1,45 Stunden (statt 1,30 Std.) gebraucht, da wir eine kleine Verspätung bekamen.

Nicht zu verachten, dass der Bahnhof in Philadelphia und New York (Manhattan 34th Street) mitten im Herzen der Stadt liegt. In New York angekommen, kann man gleich unterirdisch in die MTA New York City Subway, auch New York Subway oder einfach Subway oder deutsch „New Yorker U-Bahn“ genannt, wechseln. Es wurde am 27. Oktober 1904 eröffnet und zählt damit zu den ältesten der Welt.

Ein Tipp zur Subway. Dort muss man eine Karte (relativ dünnes Papier mit Magnetstreifen) für einen Dollar kaufen, die man wie eine Guthabenkarte verwendet. Man sollte aber darauf achten, dass man nicht zu viel Geld auflädt. Eine Auszahlung des Guthabens ist nicht möglich. Aufladen kann man aber jeden Betrag, egal wie klein. Eine Fahrt mit der Subway, gleich für welche Strecke beziehungsweise Distanz kostet 2,75 $. Also Vorsicht, dass man nicht Geld auf der Karte verschenkt, welches man vielleicht anders auch gut gebrauchen könnte.