Wenn man an Luxus beim Fliegen denkt, kommt man um Emirates nicht herum. Der Ruf der Airline ist exzellent und Emirates war Vorreiter, wenn es um Luxus beim Fliegen geht

Emirates als einer der drei großen arabischen Fluglinien hat den Luxus am Himmel definiert. Die Zeit bleibt nicht stehen und der Kampf um die beste, arabische Airline geht Tag für Tag weiter. Die Emirates Business Class im Flight Report.

Registrierungsnummer der Maschine: A6-EBO Erster Flug: 16.05.2006

Ein ausgezeichneter Ruf eilt Emirates voraus, dass war der Grund, warum wir uns für eine Reise mit Emirates Flügen der Business Class entschieden haben. Die Wahl der Flugzeugtypen beschränkte sich auf eine Boeing 777-300ER und einen Airbus A380. Beides in der Business Class und mit mindestens sechs Stunden Flugzeit.

Check In , Lounge Service und Boarding

Dieser Flugreport startet in Warschau, Polen und am Boden wird hier die Borolo Lounge von Emirates genutzt. Eine kleine Standard-Lounge mit ausreichender Auswahl an Speisen und Getränken. Die Qualität und das Angebot entspricht unserer Meinung nach einer Schulnote von 3+.
Englisch:

Neue Regeln wurden von Emirates aufgestellt, was das Mitführen von sogenannten Drohnen oder auch Multikoptern betrifft. Im Internet war dort nichts zu lesen, sicherheitshalber hatten wir den aktuellen Ausdruck der Airline dabei. Es ist nicht mehr erlaubt, Drohnen in der Kabine mitzuführen. Diese Entscheidung ist insofern fatal, da der Wert vieler Multikopter im vierstelligen Bereich liegt. Eine Aufgabe als Gepäck muss gesichert werden und wer davon am Flughafen wie wir erfährt, wird eiskalt überrascht.

Eine Diskussion mit den Mitarbeitern ist zwecklos, wir sollten den Multikopter im Transportrucksack, welcher nicht abschließbar oder anderweitig gesichert ist, zur Fluggastbrücke bringen und dort abstellen. Das Ladepersonal wird dann persönlich den Rucksack mit dem wertvollen Gut verladen. Mit dieser Geste und einer Plastikblombe am Reisverschluss sollte Sicherheit vermittelt werden. Über dreißig Minuten zusätzliche Zeit mit Diskussionen, Polizei und Emirates Mitarbeiterintervention waren nötig um zu erklären, wieso der Rucksack verblombt ist und als Gepäck aufgegeben wurde, dennoch am Mann transportiert wurde. Die Anweisung kam von Emirates, die Durchführung zu Lasten des Passagiers.
Deutsch

Wer jemals mit anderen, emiratischen Airlines geflogen ist, weiß was zuvorkommender und begleitender Service am Business Class-Kunden bedeutet. Wir fühlten uns verlassen und die Behandlung am Boden erfolgte wenig professionell und ohne das übliche Lächeln auf den Lippen. Ein zu verkraftender Umstand, der übliche Business Class-Reisende führt auch keinen Multikopter mit.

Business Class Kabine der Boeing 777-300ER

Das Fluggerät gehört nicht zu den jüngsten der Flotte und entspricht somit nicht aktuellen Trends. Die Bestuhlung ist weniger privat in 2-3-2 Aufteilung ohne Versatz der Fenster- und Mittelreihe.

Zwischen den einzelnen Sitzen kann eine Trennwand hochgefahren werden, was für Privatsphäre des zahlungswilligen Business Class-Kunden von Emirates Airlines sorgen soll. Die Sitze verfügen über eine Massagefunktion, einen echten Mehrwert konnten wir jedoch nicht feststellen. Eine 180 Grad Liegefläche wird zwar erreicht, bringt jedoch wenig, wenn die Liegefläche zwar absolut gerade, dennoch in einer Schräge liegt. Findige Vielreisende wissen sich hier mit Gurt und Liegeposition zu helfen, um erholsamen Schlaf während des Fluges zu finden. Die Bedienung des Business Class Sitzes erfolgt über eine Touchscreen-Fernbedienung oder über drei Schalter mit vordefinierten Positionen des Sitzes.

Die Verstaumöglichkeiten sind gering, modernere Flugzeuge bieten hier erstaunliche Möglichkeiten, die in der Boeing 777-300ER von Emirates dann schmerzlich vermisst werden. Ein Netzstecker ist vorhanden, USB-Geräte jedoch lassen sich in dieser Maschine nicht an eigenen Anschlüssen laden.

Der Monitor wird über eine Fernsteuerung bedient und ist nicht als Touchscreen ausgeführt. Die Auswahl an Filmen ist überschaubar, sollte es dennoch unbedingt nötig sein, wird sich für den einen oder anderen sicherlich etwas finden. Noise-Cancellation-Kopfhörer liegen mit proprietärem Anschluss bereit und es wird dabei Stromversorgung vom Flugzeug für die Funktion dieser benötigt. Eine Herstellermarke der Kopfhörer ist nicht erkennbar.

Auf das Amenity Kit wird bei diesem Flug von Warschau nach Dubai in der 777-300ER verzichtet. Ob es daran liegt, dass unser Flug in der Zeit von 11 bis ca. 16 Uhr durchgeführt wird sei dahingestellt. Andererseits werden Socken und eine Augenbinde bereitgestellt.

Service und Mahlzeiten

Mit großer Erwartung haben wir die Maschine betreten und wurden relativ freundlich begrüßt. Ist der Platz einmal eingenommen und ist das Handgepäck verstaut, bleibt Zeit sich selbst ein Bild seines Business Class-Sitzes zu verschaffen. Die Menükarte liegt bereit und nach einiger Zeit stellt sich ein(e) Mitarbeiter(in) des Kabinenpersonals vor. Kurz vor dem Start kommt dann auch der Welcome Drink, wer zuerst mit Emirates fliegt, wird sich darüber freuen, wer andere emiratische Fluggesellschaften kennt, ist überrascht.IMG_0753

Nach dem Start und der Freigabe für die Mitarbeiter zum Aufstehen geht die Service Maschinerie los. Ein einstudierter Ablauf nach festen Vorgaben, der Fluggast bekommt einen Wind von Strenge dessen mit. Auf den Aperitif wird obligatorisch verzichtet, wer danach fragt bekommt ihn jedoch. Die Abfrage der gewünschten Menüs aus einer Wahl von jeweils drei erfolgt zeitnah. Das Auflegen der Platzdecke geschieht in Windeseile und die Vorspeise kommt schneller als erwartet.

Bei der Vorspeise sowie des folgenden Hauptgangs, der Nachspeise und kleinen Extras lässt die Optik und Qualität zu wünschen übrig.

Die Erwartungen an Emirates wurden für diesen Flug nicht erfüllt.

Es scheint als wäre Emirates im Rennen um die Spitzenposition stehen geblieben und gab anderen Fluggesellschaften die Möglichkeit aufzuholen. Geschmacklich entsprachen die Gerichte den Erwartungen, konnten aber in keinem Fall Begeisterung auslösen.

Fazit

Die Strecke Warschau nach Dubai ist mit Sicherheit keine priorisierte Flugstrecke der Airline. Emirates setzt hier ein recht altes Flugzeug ein, wenngleich die Maßstäbe durch emiratische Airlines gemacht werden. Unbeliebte Strecken dienen nicht dem Ruf, müssen bedient werden und die Bewertung des Gastes fällt entsprechend ernüchternd aus. Das Preisleistungsverhältnis spielt hier die entscheidende Rolle. Emirates ist nicht bekannt für Schnäppchenpreise in der Business Class. Wer die Gelegenheit nutzen möchte Emirates zu testen, kann hier einen Vorgeschmack auf die Leistung und das Angebot bekommen. Große Erwartungen sollte man jedoch nicht haben. Verglichen mit dem Flug von Dubai nach Brisbane im A380 war dieser Flug jedoch der deutlich bessere. Faktisch steht für uns Emirates definitiv nicht an erster Stelle. Weder Freundlichkeit des Boden- und Kabinenpersonals, Service noch Speisen sowie On-Board-Angebote konnten wirklich überzeugen.

Die Fluggesellschaft scheint mit den frischen Ideen der Mitbewerber nicht mithalten zu können.

[:en]

When you think of luxury in the air, Emirates definitely comes to mind. The reputation of the airline is excellent and Emirates is a pioneer when it comes to luxury in the sky

Emirates, as one of the three major Arab Airlines, has defined luxury in the sky. Time does not stop and the battle to determine who is the best Arab airline, continues to this day. The Emirates Business Class in Flight Report.

Registration: A6-EBO First Flight: 16.05.2006

An excellent reputation precedes Emirates, which is why we opted to take a trip with Emirates business class. The choice of aircraft types was limited to a Boeing 777-300ER and an Airbus A380. Both in business class and at least six hours of flight time.

Check In, Lounge Service and Boarding

This flight report starts in Warsaw, Poland in the Borolo Lounge of Emirates. A small standard lounge with a sufficient variety of food and beverages. The quality and range in our opinion receives a school grade of 3+.
English:

New rules have been set by Emirates, with regards to carrying drones or quadcopters. On the Internet we did not find any information about these new rules, but to be safe we took the latest statement of the airline. It is no longer allowed to carry drones in the cabin. This decision is disastrous, since the value of many quadcopters is in the thousands. You have to check in your luggage and whoever doesn’t know that beforehand will be in for a surprise.

Arguing with the employees was futile. They wanted us to bring the quadcopter to the jetway; the problem was that the backpack was neither locked nor secured. The loading staff would then personally load the backpack with the valuable asset. They tried to calm us down by putting a plastic seal on the zipper. When we reached the security check, it took an extra thirty minutes to explain to the police and Emirates staff why the backpack was sealed and why we were carrying it with us. The instructions came from Emirates, the execution was at the expense of the passenger.
German:

Who has ever flown with other Emirati Airlines, knows how courteous and attentive the service is for Business Class customers. We felt neglected and the treatment on the ground was unprofessional and without the usual smile. However, we coped with it because the usual business class traveler might not carry a quadcopter.

Business Class cabin of the Boeing 777-300ER

The aircraft is not one of the newest of the fleet and therefore does not meet the current standards. The seating is less private in a 2-3-2 division, because all the seats are aligned.

A partition can be created between the individual seats, which is intended to ensure privacy for those willing to pay business class on Emirates Airlines. The seats have a massage function, but whether it has a real added value we could not tell. The seat can be reclined to 180 degrees, but is of little use because it is not absolutely straight. Experienced travelers know how to get into a comfortable position so that they can sleep well throughout the flight. Operation of the Business Class seat is via a touch-screen remote control or via three switches with pre-defined positions of the seat.

The storage options are limited. Modern aircrafts offer amazing storage possibilities, but that is sorely missing in the Boeing 777-300ER of Emirates. A power plug is available, however, there is none for USB devices.
The monitor can be operated via a remote control and is not designed as a touch screen. The selection of movies is limited, nevertheless, you will certainly find something if it is absolutely necessary. Noise cancellation headphones are provided with a proprietary connection and you need to connect it to the aircraft in order for them to work. The brand of the headphones cannot be seen.

No Amenity Kit is given on the flight from Warsaw to Dubai in the 777-300ER. It could be because our flight was conducted between 11am and 4pm. However, socks and an eye mask are provided.

Service and meals

With great anticipation we entered the aircraft to a relatively friendly welcome. Once you have stored your hand luggage and have gotten comfortable in your seat, you have time to settle in. The menu is at hand and after awhile a staff member introduces herself briefly. Shortly before the start of the flight, the welcome drinks are brought. Whoever is flying with Emirates for the first time will be happy about that. Whoever has flown with other Emirati airlines before, will be surprised.
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After the flight begins and the attendants get up, the „service machine“ starts. The service is like a rehearsed sequence that the passenger notices. There is no aperitif, but you can get one if you ask for it. Shortly after that the flight attendant will take your order from a choice of three options. They set it up at lightning speed and the entree comes faster than expected. The appearance and quality of the appetizer, main course and dessert leave much to be desired.

Emirates did not meet our expectations.

It seems as if Emirates quit the race for the top position and gave other airlines the opportunity to catch up. The taste met our expectations, but did not excite us.

Conclusion

The route from Warsaw to Dubai is certainly not a priority route for the airline. Here, Emirates employs a rather old airplane, although the standards are made by Emirati airlines. Unpopular routes do not bring them a good reputation, but they have to fly those routes anyway. That’s why they don’t receive high praise from guests. The price performance ratio plays a decisive role here. Emirates is not known for bargain prices in business class. Whoever wants to take the opportunity to test Emirates can get a taste of the power and the offer here. But you should not have great expectations. Compared with the flight from Dubai to Brisbane in A380, this flight was much better. All in all, Emirates is definitely not our first choice. Neither the friendliness of the ground and cabin staff, nor the food and on-board deals could really satisfy us.

The airline does not seem to be able to keep up with the new ideas of the competitors.