Unser Flug mit der KLM 787-9 Business Class geht von Amsterdam nach Xiamen. Die Flugzeit mit dem KLM Dreamliner ist hierbei mit 10,5 Stunden kalkuliert. Kann die neue KLM Business Class hier im Gegensatz zu unserem damaligen Flug mit der 777 überzeugen?

Registrierungsnummer der Maschine: PH-BHF
Erster Flug: 08.04.2016

Groundservice

Am Flughafen Amsterdam in Richtung unseres F-Gates befindet sich die KLM pro forma Crownlounge für Business Class Gäste und Statuskunden. Erstaunlich voll ist diese ziemlich große Lounge! Es fliegen entweder sehr viele Business Class bei KLM und Partnern oder es haben viele Fluggäste einen Status. Wir haben große Mühe einen ordentlichen Platz zu finden, es ist kaum etwas frei, obwohl die Lounge wirklich riesig ist. Das Angebot ist jedoch überschaubar. Sämtliche Getränke, ob Softdrinks, Warmgetränke oder alkoholische Drinks sind in vielen Variationen im Angebot. Vom Essen her schaut es eher mager aus. Nudeln in Tomatensauce und daneben geriebener Käse. Zusätzlich ein kleines Buffet an Fingerfood und Suppe. Nichtsdestotrotz, warten wir die Fertigstellung der Lounge ab.

Boarding

Kurz bevor das Boarding startet, machen wir uns auf den Weg zum Gate F8. Während die Economy Gäste bereits eine lange Menschenschlange gebildet haben, ist die Reihe für Business Class Gäste und Statuskunden recht klein. Es wird bei jedem Fluggast kontrolliert ob ein Visum für China vorliegt. Klar, sonst wird auf Kosten der Airline der Passagier zurückgeschickt in China.

Im Folgenden beginnt das Priority Boarding, sehr interessant, dass sich alle Gäste gleich richtig angestellt haben. An Board werden wir freundlich begrüßt und uns der Platz gezeigt. Wie üblich würde der Flugbegleiter uns gerne begrüßen, begutachtet zunächst verwundert was wir mit den Kameras machen. Anschließend kam das Amenity Kit und der Begrüßungsdrink. Ferner die Menükarte und unser zuständiger Stuart stellt sich ebenfalls wie der Purser persönlich vor.

KLM Business Class der 787-9

Die neue KLM Business Class in der Boeing 787-9 ist deutlich besser als die der Boeing 777 unseres Fluges hier. Und zwar ist die Kabine in einer 1-2-1 Konfiguration mit 8 Reihen und 30 Sitzen. Um möglichst niemanden zu stören und den Report so ausführlich wie möglich drehen zu können, wählen wir zwei Plätze am Fenster.

Die Gestaltung der KLM Business Class im Dreamliner gefällt uns ausgesprochen gut! Viele Ablagen, ein modernes Design und die Steuerelemente wurden auf das Nötigste reduziert. Erinnert ein wenig an EVA Air in der 777, die wir hier geflogen sind. Der Monitor ist ausklappbar und in der Senkrechten neigbar. Obendrein ein verschließbares Ablagefach mit Spiegel und Kopfhöreraufhängung. Diese sind übrigens Noice Cancelling.
Zusätzlich versteckt sich in der höhenverstellbaren Armlehne ein weiteres Ablagefach. Ansonsten steht noch die große Ablagefläche zur Verfügung. Der Tisch wird ausgefahren und verwundert zunächst durch ca. 10 cm in der Breite. Etwas schmal geraten, auch wenn er noch einmal ausgeklappt werden kann. Im Folgenden lässt sich anmerken, dass die Größe jedoch ausreichend ist, da die große Ablagefläche sehr gut für Getränke genutzt werden kann. Im vorderen Bereich der Kabine stehen zwei Toiletten für die Business Class zur Verfügung.

Service und Mahlzeiten

Der Welcome Drink am Boden wird gleich noch einmal nachgefüllt, sollte sich das Glas dem Ende neigen. Anschließend werden wir noch vor dem Start nach unseren Wünschen für die Mahlzeiten gefragt. Nach Erreichen der Reiseflughöhe kommt der Getränkewunsch mit einer sehr genialen Idee: Käsestücke aus Holland mit kleiner Nationalflagge!

Vielleicht mag es dem ein oder anderen nicht gefallen, dass KLM auf einem Tablett serviert, jedoch ist es optisch passend und ansehnlich angerichtet. Das Porzellan tut sein übriges und vermittelt ebenfalls einen holländischen Eindruck. Infolgedessen sind Salz- und Pfefferstreuer in Form eines Holzschuhpaars nur konsequent. Chapeu zur neuen KLM Business Class!
Die Vorspeise ausgezeichnet angerichtet, es besteht zudem die Wahl zwischen Butter und Olivenöl. Weiterhin wird nun jedes Gericht einzeln serviert, das Tablett bleibt am Tisch bestehen.
Beide Hauptgerichte waren optisch wunderbar angerichtet. Es mag auf den Bildern durch die starke Schärfung nicht unbedingt so rüberkommen, war im Flieger für uns ein kleines Highlight. Geschmacklich ausgezeichnet, hatten wir bisher bei KLM in dieser Form noch nicht. Offenbar wurde in dem guten Jahr einiges getan bei KLM: Salz- und Pfefferstreuer sind genau wie der Käse zu den Nüssen neu. Schade war, dass auf diesem Flug leider kein frisch gezapftes Bier möglich war, wie KLM es eigentlich beworben hatte in der 787.

Der Käse danach hätte unserer Meinung etwas mehr lokale Spezialitäten enthalten dürfen. Wir haben auf holländischen Märkten in Kleinstädten grandiose holländische Käse probiert. Das im Flieger, KLM wie wäre es?

Zuletzt das Frühstück, es hat gut geschmeckt und das hört man von uns nicht oft im Flieger. Lag vielleicht daran, dass wir Joghurt mit Müsli und frischen Früchten bestellt hatten.

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