Mein Flugreport in der Business Class von Ethiopian Airlines in der Boeing 777-200LR von Addis Abeba nach Kapstadt. Ein Tagflug mit den äthiopischen Spezialitäten an Board. Wie macht sich die Kabine der C von Ehtiopian Airlines und wie ist der Service?

Registrierungsnummer der Maschine: ET-ANR Erster Flug: 21.07.2011

Die Business Class in der Boeing 777-200LR ist in einer 2-3-2 Konfiguration ausgeführt. Der Flug geht von Addis Abeba nach Kapstadt und dauert gut sechs Stunden.

Groundservice

Der Flughafen Addis Abeba befand sich gerade im Umbau oder Ausbau und man hatte mehr den Eindruck auf einem Basar zu sein, als in einem Flughafen. Die Lounge war nach mehrfachem Nachfragen erreicht, Schilder haben uns den Weg nicht gezeigt.  Die Lounge ist relativ klein und einfach ausgestattet, für einen kurzen Aufenthalt ausreichend. Sessel und Couches, ein Kaffee- und Speisenbereich mit Selbstbedienung sowie Softdrinks zur Selbstbedienung und eine Bar. Für einen längeren Aufenthalt ist die Lounge jedoch nicht geeignet, besser man hat hier kurze Umstiegszeiten.

Deutsch

Boarding

Erneut stehen Sicherheitskontrollen an, bevor die Passagiere in den Boardingbereich kommen. Ethiopian Airlines unterscheidet die Zugänge für Economy und Business Reisende, wir sind gerade die Einzigen gewesen und entsprechend schnell waren wir im Boardingbereich. Eine Menschentraube vor dem Economy Boarding hat sich wie üblich gebildet, ein Vorbeikommen ist nur mit Nachdruck möglich. Der Zugang zur Maschine geht über einen Finger, links nach dem Einsteigen in die C und rechts geht’s zur Y.

Englisch

Business Class Kabine der 777-300ER

Die Business Class Kabine der Ethiopian in der 777-200LR stammt dem Jahr 2011 und ist damit im mittleren Alter bezogen auf die Innenausstattung. Ausgeführt ist die Business Class in einer 2-3-2 Konfiguration. Für Alleinreisende ist es somit sehr ungünstig in der Mitte zu sitzen, denn Privatsphäre lässt sich nur minimal in der Liegeposition verwirklichen. Hierbei fährt die Armlehne auf Wunsch etwas hoch, dennoch muss stets über die Beine des Nachbarn gestiegen werden, gleiches gilt für die Fensterplätze. Die Sitze lassen sich zu einem ebenen Bett mit einer 180 Grad Liegefläche verwandeln. Die Steuerung erfolgt per Softtouchknöpfen am Sitz, ein Display oder eine Handsteuerung steht nicht zur Verfügung. Die Verstaumöglichkeiten sind begrenzt, unter dem Ottoman jedoch ist ausreichend Platz. Für Elektrogeräte wie Laptop oder Tablet ist dies ungünstig, denn ohne Gummiunterlage rutschen die Geräte beim Start, der Landung oder bei einem holprigen Flug rutschen diese hin und her.

Das Entertainmentsystem ist beschränkt von der Filmauswahl, in deutscher Sprache sind keine Inhalte zu finden. Die Bedienung kann am Touchscreen oder per minimalistischer Fernbedienung erfolgen.

Ein stabiler und zur Seite drehbarer Tisch wird etwas schwergängig aus dem Seitenfach herausgezogen. Armlehnen sind fix und nicht verstellbar, lediglich zum Nachbarn hin können diese hochgefahren werden.

Service und Mahlzeiten

Der Service an Board beginnt gemächlich mit einem Welcome Drink, Wasser, Orangensaft oder Champagner wird gereicht. Bei diesem Flug begrüßte uns die Purserin persönlich und professionell. Beiläufig kurz vor dem Start gab es noch ein warmes Tuch, ein Snack oder Nüsse gibt es viel später und nur auf Nachfrage.

Nach dem Start geschieht erstmal lange nichts, wer jetzt etwas trinken möchte, muss den Rufknopf drücken. Dann beginnt der Service mit Kanapees, vegetarisch oder mit Fleisch. Weil niemand gewissenhaft die Gäste fragte, sind einige Gerichte beim Servieren wieder zurückgegangen und wurden getauscht. Wir sind davon nicht ausgenommen, wahrscheinlich sahen wir nach Vegetariern aus.

Es wird streng nach Reihen vorgegangen, von der Front des Fliegers und der Küche hin zu den letzten Reihen serviert. Wir saßen hinten und bekamen grundsätzlich zum Schluss. Dies gilt auch für Getränke, so war die Ruftaste unser bester Freund.

Ein Highlight waren die äthiopischen Spezialitäten. Mit einem Wagen werden diese serviert und erklärt, wie üblich kann mit Händen gegessen werden. Geschmacklich ein absolutes Highlight, da kann man sich den Hauptgang durchaus sparen. Da nicht entsprechend geladen wurde, war für die 60% ausgelastete Business Class nicht für jeden das Wunschgericht verfügbar.