Registrierungsnummer der Maschine: A6-EOI
Erster Flug: 18.05.2015

Zum Zeitpunkt unseres Emirates First Class Fluges ist der A380 noch keine zwei Jahre alt und gehört damit zu den modernen Fluggeräten von Emirates Airlines. Um den Vergleich mit einer älteren Maschine der Fluggesellschaft ziehen zu können, ist hier unseren Flugreport der Business Class verlinkt.

Groundservice

Die Emirates First Class Lounge in Dubai erfüllt fast alle Wünsche. Besondere Aufmerksamkeit verdient das sogenannte Fine Dining. Ein Restaurant-Service mit ausgezeichneten Speisen und luxuriösem Ambiente. Es bleibt kein Wunsch offen, die Wein- und Champagnerauswahl ist jedoch geringer als in der First Class der Flugzeuge. Dom Pérignon wird in der Lounge nicht geboten, stattdessen gibt es Moët, welcher in der Business Class von Emirates serviert wird. Alle Bereiche der Lounge heben sich deutlich von der Business Lounge ab, einerseits die Materialauswahl und Gestaltung, andererseits vom Service und Angebot.

Deutsch:

Boarding

Wenn der Flieger vom Terminal A geht, kann direkt aus der Lounge geboardet werden. Bis kurz vor dem Start hatten wir ein Gate in A, was jedoch kurzfristig auf B gelegt wurde. Es dauert zu Fuß und mit der Bahn etwa 20 Minuten von den A-Gates zu den B-Gates. Zudem ist dort ein Boarden direkt aus der Lounge nicht möglich. Emirates First Class
Wir wurden gebeten noch einmal 40 Minuten in die Lounge zu gehen, da zuerst die Tickets der Economy Class Gäste kontrolliert wurden. Anschließend kamen die First und Business Class Gäste an die Reihe, wir befanden uns danach alle in einer Art Wartesaal. Von dort ging es dann wie üblich etwas hektisch in den Flieger, obwohl mit Lautsprecherdurchsagen darum gebeten wurde, den Boardingbereich freizuhalten.

Englisch:


Der Empfang im Flieger war professionell und freundlich, umgehend wurden wir vom Purser in unserer Suite begrüßt.Emirates First Class

Emirates First Class Kabine des Emirates A380

Die Emirates First Class Suiten sind in einer 1-2-1 Anordnung angelegt, außen gibt es vier Reihen und in der Mitte gibt es drei Reihen. Privatsphäre in den Suiten wird großgeschrieben. Auf Wunsch lässt sich die Wand zum Gang verschließen, jedoch ist es jederzeit aus Sicherheitsgründen möglich von oben hinein zu sehen. In den mittigen Suiten kann die mittlere Trennwand hochgefahren und verriegelt werden. Overhead Compartments gibt es in der Emirates First Class im A380 nicht, Handgepäck wird im Fußbereich mit Gurten fest gemacht. Dadurch wirkt die Kabine noch etwas größer.Emirates First Class

Im vorderen Bereich befinden sich zwei SPA-Kabinen mit enorm viel Platz. Auf Wunsch und nach Reservierung kann man dort auch duschen. Eine Toilette ist in beiden Kabinen für die First Class Gäste in diesen Kabinen.

Der Emirates First Class Sitz

Selbstverständlich lässt sich der Sitz in ein flaches, über 2 Meter langes Bett verwandeln. Gesteuert über das Tablet, welches ohne Kabel auskommt. Alternativ über vordefinierte Positionen per Schalter und Controller.Emirates First Class Ein kurzer Reset durch einen Flugbegleiter hilft bei Störungen, was bei zwei von drei besetzten Sitzen auf unserem Flug vorkam. Danach jedoch funktionierte alles wie erwartet.Emirates First Class

Die Suiten haben eigene vergoldete Lüftungsauslässe an diversen Stellen, eine Lampe, einen Schminkspiegel mit einem Vanity Kit, einem Schreibset und der ausfahrbaren persönlichen Minibar. Alles ist typisch Emirates auf Prunk gemacht, so fein als nur möglich und mit viel vergoldeten Elementen sowie Wurzelholz. Sicherlich ist das wie üblich Geschmacksache, wohl gefühlt habe ich mich in der kleinen Kabine auf jeden Fall.

Service und Mahlzeiten

Flugbegleiter in der First Class sind extrem freundlich und zuvorkommend, es wird immer gelächelt und fast schon überschwänglich der Dienst am Gast vollbracht. Gleich nach dem Eintreffen kommt der Welcome-Drink und arabischer Kaffee dazu Bateel-Datteln, eine arabische Spezialität. Emirates First ClassDer Dom Pérignon 2006 in der Emirates Edition ist ein wahrer Genuss. Noch während die anderen Gäste zusteigen werden Canapés serviert und der persönliche Snackkorb sowie die Slipper bereitgestellt. Übrigens ist der Snackkorb nach dem Start wieder aufgefüllt und auch die persönliche Minibar wird stets nachgefüllt. Die Flugbegleiterinnen haben stets ein Auge auf mich gehabt und standen bereit, wenn es an irgendetwas fehlte.Emirates First Class

Der weitere Service funktioniert wie in einem Restaurant nach à la carte Service. Es kann zu jeder Zeit nach Belieben bestellt werden. Einige Gerichte benötigen jedoch eine längere Zubereitungszeit, Garnelen zum Beispiel brauchen eine knappe halbe Stunde.Emirates First Class

Der Kaviar Service war ausgezeichnet und zum Ende des Fluges haben wir uns diesen noch einmal gegönnt. Wenn etwas besonders gut schmeckt, so ist es selbstverständlich, dass dieses noch einmal geordert werden kann.Emirates First Class

Die Emirates Bar im A380 kann zusammen mit den Business Class Passagieren besucht werden. Wer seinen Champagner in der Bar trinken möchte, bekommt aus der First Class die deutlich größeren Gläser mit der Flasche Dom Pérignon gebracht.

Auf Wunsch wird der Sitz zu einem Bett vorbereitet, was eine deutliche Steigerung zu dem in der Business Class ist.

Die Dusche

Exklusiv für First Class Gäste kann an Board auch geduscht werden. Für die Vorbereitung benötigt die eigene Mitarbeiterin für den SPA-Bereich eine gewisse Vorlaufzeit, weshalb schon im Vorfeld die Terminierung erfolgt. Eine halbe Stunde sei jedem Gast zum Duschen gegönnt, wobei das Wasser in der Dusche fünf Minuten läuft. Anschließend hat die Mitarbeiterin die kleine Bar abgeräumt und den Tee für den frisch geduschten First Class Gast vorbereitet.

Eine prall gefüllte Tasche bekommt man dann, wenn die Dusche reserviert wurde. Darin enthalten ist ein Schlafanzug, noch einmal Slipper, das persönliche Amenity Kit von Bulgari und eine Fließtasche, welche den Schlafanzug warmhalten soll.Emirates First Class