Unser Flug mit der British Airways First Class geht in der Boeing 747-400 von New York nach London. Dabei handelt es sich um einen Nachtflug und es wurde eine Flugzeit von etwa 9 Stunden kalkuliert. Was bietet die British Airways First Class in einer doch schon betagten Maschine?

Registrierungsnummer der Maschine: G-CIVG
Erster Flug: 06.04.1995

Groundservice

Am Flughafen New York JFK betreibt British Airways keine First Class Lounge, sondern den Concorde Room. Das bedeutet, Service und Catering nur vom Feinsten. Wir werden persönlich im Concorde Room begrüsst und dieser kurz erklärt. Das inkludierte Restaurant bietet eine Auswahl feinster Speisen und Getränke. Wir entscheiden uns, ein kleines drei Gänge Menü zu bestellen, schließlich haben wir noch Zeit. Da hier auf Klasse gesetzt wird, sind die Portionen glücklicherweise entsprechend klein gehalten.

Boarding

Eigentlich müssten wir das Boarding immer dann beschreiben, wenn es anders als üblich abläuft. Bei British Airways boarden die Status-, First- und Business Class Gäste zuerst. Wobei man erwähnen muss, British Airways legt großen Wert auf die Statuskunden. Wer im eigenen Bonusprogramm weit oben angelangt ist, zählt definitiv bei der Airline und deren Mitarbeitern zur Elite. Man merkt es in verschiedenen Situationen wie Ansprache an Board, Upgrade oder auch beim Boarden, wenn man alleine in der Prio-Line steht und das Zusteigen bereits in vollem Gange ist.

An Board angekommen wird uns unser Platz in der First Class Kabine gezeigt. Diese befindet sich bei British Airways in der Boeing 747-400 vorne, unterhalb des Cockpits sozusagen. Das Jacket wird für uns aufgehängt und wir werden stets mit Sir angesprochen. Ja, die Briten haben es schon drauf, nicht zum ersten Mal, dass es so läuft. Ein Begrüßungsdrink unserer Wahl folgt und wird auch nachgegossen. Schließlich verspätet sich der Start um eine gute halbe Stunde, Grund war uns auch egal.

British Airways First Class Kabine

Der spitz zulaufende Teil der Boeing 747-400 im unteren Deck eignet sich perfekt für eine First Class. Die vorderen zwei Reihen ordnet British Airways in einer 1-1 Konfiguration an. Mehr Platz ist nicht vorhanden und Thai Airways macht es in der 747 ebenso. Anschließend folgt eine 1-2-1 Konfiguration, was in der Summe 14 Plätze für die British Airways First Class in der 747 bedeutet. Jedenfalls sind die vier Mittelplätze etwas verschoben, um bei fünf Reihen mehr Privatsphäre bieten zu können.

Auch wenn die 747-400 nicht mehr zu den jüngsten Flugzeugen gehört, ist die First Class relativ modern. Ein kleiner feiner Bereich für jeden First Class Gast und genug Privatsphäre. Selbst bei den Mittelsitzen kann eine Art Gardine mittig zugezogen werden und man ist für sich allein. Ein Controller-Rädchen steuert die einzelnen Elemente des Sitzes oder in deren Gesamtheit. Etwas gewöhnungsbedürftig, durch die Reduktion auf das Nötigste ausreichend und modern. Es fehlt an Nichts am Platze, ausser Ablageflächen. Die Overhead-Compartements gibt es nur am Gang und am Platz selbst ist wenig Stauraum vorhanden.

Der Monitor ist ausklappbar und in angenehmer Größe. British Airways setzt auch in der Business Class mehr auf Nähe des Bildschirms zum Gast, als auf Größe dessen. Gesteuert wird das Entertainmentsystem per Touchscreen oder Controller. Beim Tisch verzichtet British Airways auf massives Anmuten, er kommt so manchem Business Class Tisch nahe. Allerdings sei gesagt, er erfüllt mehr als ausreichend seinen Zweck, denn allein die Größe erlaubt eine beeindruckende Dekoration dessen.

Service und Mahlzeiten

Wie schon erwähnt, der Welcome Drink wird mehrfach nachgefüllt, noch bevor die Maschine das Rollen anfängt. Ebenfalls am Boden gibt es den sehr bequemen Pyjama in Wunschgröße und mit Schleife. Übrigens sei erwähnt, ein sehr gemütliches Exemplar, was wir gern zu Hause im Bett tragen. Das Amenity Kit, die Speise- und Getränkekarte sowie ein Snack wird von der Crew ebenfalls noch vor Start gereicht.

Nach erreichen der Reiseflughöhe beginnt der Service, very British, was ein Kompliment ist. Auf dem riesigen Tisch findet stets ein Känchen Tee neben allen anderen Utensilien Platz. Deshalb also die Größe und weniger das massive Anmuten. Der British Airways First Class Service kann sich sehen lassen. Man wird stets umsorgt und dennoch hat man nie das Gefühl der Aufdringlichkeit. Dezent und auf Etikette bedacht. Die Qualität der Speisen ist wie erwartet hoch, interessant wäre dies ab London gewesen.

Wie die Bilder ahnen lassen, gibt es auf diesem Nachtflug alles, was das Herz begehrt. Sollte etwas ausser der Reihe gewünscht werden, versucht die Crew ihr bestes diesen Wunsch zu erfüllen.

Beim Frühstück haben wir auf das Full English Breakfast verzichtet. Nach dem Concorde Room und dem Abendessen an Board, reichen ein paar Früchte und ein Keks auch aus.

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