Wir fliegen mit der Air Canada Business Class in der Boeing 777-300ER von Toronto nach Frankfurt. Dabei sind acht Stunden Flugzeit kalkuliert. Unsere Triple Seven von Air Canada hat die neue Lackierung. Was bietet die Air Canada Business Class mit 40 Herringbone Sitzen?

Registrierungsnummer der Maschine: C-FITL
Erster Flug: 21.03.2007

Danke an Jonas von Instagram aka jonas.aviation für das Bild, klick drauf!

Groundservice

Bevor es losgeht, starten wir den Check In im eigenen Bereich für Business Class Gäste. Air Canada fährt auf, wir kenne das zum Beispiel von Qatar Airways in Doha beim Einchecken. Für die Air Canada Business Class Gäste heißt das, unter Sichtschutz kann bequem eingescheckt werden. Hierfür stehen etwa zehn geöffnete Schalter zur Verfügung, gefällt uns ausgesprochen gut. Weiter führt der Weg durch den separaten Fast Lane Zugang. Hier treffen am Ende der Schlange Gäste aller Flugklassen zusammen.

Weiter geht es in die Air Canada Marple Leaf Lounge. Hier wird alles geboten, was das Herz begehrt, auch Duschen! Warme und kalte Speisen, Getränke jeglicher Art, Business- und Ruhebereiche und ein separater Bereich mit Kinderunterhaltung.

Boarding

Ab Toronto starten an zwei direkt nebeneinander liegenden Gates zwei Flieger nach Deutschland. Frankfurt und München, mit einer guten Stunde Unterschied. Verwirrend war, dass für München die Gäste auch schon am Gate waren, ich stand prompt falsch.

Wie üblich, eine Schlange für Priority Boarding und weitere Schlangen nach Zonen unterteilt. Damit geschieht das Einsteigen deutlich effizienter und könnte häufiger Beachtung finden.

An Board geht es etwas hektisch zu, die Crew hat gut mit den Vorbereitungen zu tun. Wir haben uns absichtlich den ungünstigen Platz in dem hinteren Teil der Business Class reserviert. Laut Expert Flyer war diese bis zum Boarding ziemlich leer, allerdings haben sich die Upgrades einiger Gäste gelohnt, auch diese ist nun voll. Der erhoffte Platz zum Filmen und weniger zu stören ergab sich nicht. Jetzt ist der uns bekannte Trubel angesagt, denn alle Gäste laufen durch den hinteren Air Canada Business Class Teil der 777 durch. Der Welcome Drink kommt etwa 15 Minuten nach dem Zusteigen, sehr freundlich und herzlich! Dazu gibt es die Speisekarte und die Abfrage nach dem Frühstückswunsch, schriftlich.

Air Canada Business Class Kabine der 777-300ER

Auch wenn wir lieber die neue 787 von Air Canada geflogen werden, muss sich die Kabine der Triple Seven nicht verstecken. Vierzig Full Flat Business Class Sitze in zwei Teilen der Kabine. Dank der Herringbone Anordnung und einer 1-2-1 Konfiguration ist ausreichend Privatsphäre vorhanden. Drei Toiletten stehen zur Verfügung, eine hinter dem Cockpit und zwei im Gang zwischen den Business Class Abteilen.

Service und Mahlzeiten

Der Welcome Drink am Boden wird gleich noch einmal nachgefüllt, wir haben schließlich noch etwas Zeit. Angemerkt sei, Air Canada serviert auch am Boden Champagner und keinen Sekt! Anschließend werden wir noch vor dem Start nach unseren Wünschen für die Mahlzeiten gefragt.

Nach dem Erreichen der Reiseflughöhe geht der Service wie üblich los. Etwas ungewohnt ist, dass der hintere Teil der Air Canada Business Class Kabine tatsächlich zum Schluss bedient wird. Sicherlich kein Weltuntergang, für das entspannte Reisen nimmt es sogar die Hektik etwas heraus. Es gibt einen Drink vom Getränkewagen und warme Nüsse. Jetzt werden wir aufgeklärt, es gab am Boden eine andere Sorte Champagner als in der Luft. Wählen könnten wir jetzt, allerdings soll es nun der ersehnte Laurent Perrier sein.

Recht kurze Zeit später, geht es auch schon weiter. Die Vorspeise auf einem Tablett wird kredenzt. Der Salat war schneller weg, als ich ihn fotografieren konnte. Knackig und frisch, das passte! Im Gegensatz zum Knoblauchbrot, denn dieses war das erste Mal an Board eines Flugzeugs durchgeweicht, fast schon wässrig. Vermutlich ein Versehen, da stimmte was bei der Zubereitung nicht. Bei der Weinauswahl konnte mir ebenfalls geholfen werden, probieren durfte ich trotzdem, welcher mehr meinem Geschmack entspricht.

Danach kommt mein Hauptgang, der Signature Dish, die Entenkeule. Air Canada hat es drauf, es schmeckt absolut fantastisch! Das Fleisch lässt sich fast schon mit der Gabel vom Knochen lösen, zur Perfektion zubereitet. Die Haut ist nicht kross, was einziges Manko sein dürfte. Jedenfalls habe ich die richtige Wahl getroffen. Anschließend gibt es für mich zum Nachtisch frische Früchte und die Käseplatte. Dazu noch ein Rotwein, denn bei der Weinauswahl sind für meinen Geschmack treffende Fläschchen dabei.

Nach gut drei Stunden Schlaf kommt das Frühstück, ich wollte geweckt werden. Dabei wurde der Haferschleim vergessen, hätte mich ja brennend interessiert. Was soll’s, ich bleib beim Müsli und dem Joghurt mit erneut frischen Früchten.

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